voestalpine an Magna? Grasser dementiert nicht, ist aber gegen "Filetierung"
- 34,7% Staatsanteil stehen zum Verkauf
- voest an Land OÖ: Grasser gegen SP-Haider-Vorschlag
34,7% ist der Anteil der voestalpine AG groß, den der Staat im Besitz hält. "Minerva" lautet das Projekt, bei dem dieses gute Drittel möglicherweise an Frank Stronachs Magna-Konzern verkauft werden soll. Finanzminister Karl-Heinz Grasser hat Magna als potenziellen Käufer nicht dezitiert ausgeschlossen. Es werde aber eine "Ergänzung des Privatisierungsauftrags der österreichischen Regierung an die ÖIAG geben, dass ein heimischer Kernaktionär gesichert wird und eine Zerschlagung des Unternehmens nicht stattfindet", so Grasser.
Das "einzige, das für mich vom TIsch ist", so Grasser, sei der Vorschlag des oberösterreichischen SPÖ-Chefs Erich Haider, das Land solle kaufen. "Der Bund wird nicht privatisieren, indem man an ein Land oder eine Stadt verkauft".
Was die Konkretisierung des Privatisierungsauftrags betrifft, sagte Grasser, er werde der Regierung vorschalgen, dass der ÖIAG-Vorstand eine Privatisierung über die Börse prüft sowie eine Privatisierung über den Verkauf der Anteile der Republik an Finanzinvestoren. Ob Magna über die Hintertür wieder hereinkommen könne, beantwortete Grasser damit, dass es "nicht darum geht, wer hineinkommt. Es ist nicht Aufgabe, potenzielle Interessenten auszuschließen".
Sein Rückkehrrecht zu Magna spiele bei der ganzen Causa keine Rolle. "Nach meiner Zeit in der Politik werden sich viele Optionen auftun". Es gebe jedenfalls auch für ihn keinen Interessenskonflikt, meinte der von der FPÖ ins ÖVP-Regierungsteam gewechselte Finanzminister.
"Filetierung kommt nicht in Frage"
Insgesamt ist es Grasser ein Anliegen, dass die "beste Lösung für die Mitarbeiter" der voestalpine erzielt wird. "Es muss die Eiheit des Unternehmens gewahrt bleiben. Eine Zerschlagung, eine Filetierung, kommt für uns nicht in Frage". (apa)
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