Freitag, 20. Juni 2003

Auslandsurlaub trotz hartem Euro nicht billiger

Herr und Frau Österreicher erhalten in ihren wichtigsten Urlaubsländern laut einer Analyse der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) weiter rund ein Viertel mehr für ihren Euro als zu Hause. Trotz des höheren Eurokurses hat sich daran aber im Vergleich zum Juni des Vorjahres kaum etwas verändert. Preissteigerungen würden den Vorteil des starken Euro wieder aufwiegen, so die BA-CA-Ökonomen.

Die stärksten Kaufkraftgewinne ließen sich derzeit vor allem bei USA-Urlauben realisieren. Trotz seiner massiven Aufwertung dürfte der Euro im heurigen Urlaub also durchschnittlich ähnlich viel wert sein wie im vergangenen Sommer.

"Der starke Euro bringt in den beliebtesten Urlaubsländern der Österreicher nur wenig Verbilligung. Die wichtigsten Urlaubsdestinationen der Österreicher sind Euroländer oder Staaten, deren Währung sich am Euro orientieren", wie BA-CA- Volkswirt Stefan Bruckbauer erläuterte. "Zusätzlich sind die Preise oftmals stärker als in Österreich gestiegen."

Unter den wichtigsten Urlaubsländern der Österreicher mache sich der starke Euro nur in Kroatien und in Ungarn bemerkbar. Im zweit günstigsten Urlaubsland der Österreicher, in der Türkei, bekommt man dagegen aufgrund von Preissteigerungen weniger als vor einem Jahr. Von den beliebtesten Urlaubsländern weisen laut BA-CA auch Spanien, Italien und Griechenland höhere Preissteigerungen als Österreich auf. Trotzdem hätten diese drei Länder ein nach wie vor niedrigeres Preisniveau.

Spürbar mehr als vor einem Jahr - nach den Berechnungen der BA-CA fast ein Fünftel - bekommen österreichische Reisende für ihren Euro heuer in den USA. Hier mache sich die starke Euro-Aufwertung bei etwa gleicher Inflation besonders bemerkbar. Bruckbauer: "Durchschnittlich liegt das Preisniveau der USA bei derzeitigem Eurokurs bereits unter dem von Österreich." (apa)

20.6.2003 14:46