Monti plant Kartellverfahren gegen Coca Cola
- US-Konzern wird Missbrauch seiner Marktposition vorgeworfen
- Getränkehersteller drohen jetzt empfindliche Geldbußen

Coca-Cola droht laut einem Bericht der "Financial Times Deutschland" bereits im Sommer ein Kartellverfahren der EU-Kommission. Wettbewerbskommissar Mario Monti verdächtige den US-Getränkehersteller, seine dominante Marktposition in Deutschland, Dänemark und Österreich missbraucht zu haben, um Kunden an sich zu binden, berichtete das Blatt unter Berufung auf Kommissionskreise.
Noch im Sommer werde Monti voraussichtlich ein formelles Verfahren einleiten, hieß es. Sollte sich der Verdacht bestätigen, drohen dem Konzern empfindliche Geldbußen.
Der Kartellfall geht auf eine Untersuchung von Montis Vorgänger Karel van Miert zurück. Dieser hatte erstmals im Sommer 1999 die Büroräume von Coca-Cola und seinen Abfüllunternehmen in Deutschland, Dänemark und Österreich sowie deren Hauptbüro in Großbritannien durchsuchen lassen.
Damals monierte van Miert, dass der Konzern erhebliche Werberabatte in Form von Preisnachlässen gewährt und unentgeltlich Zusatzmengen von Produkten geliefert habe. Damit sei Coca-Cola in der Lage, Wettbewerber aus dem Markt zu drängen, argumentierte der Kommissar. (apa)
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