Ankerbrot meldet 300 Mitarbeiter zur Kündigung an
- Neuübernahme soll weitgehend schuldenfrei erfolgen
- Gläubigerbanken übernehmen Fabriksliegenschaft in Wien
Die vor dem Ausgleich stehende Ankerbrot AG wird zu Wochenbeginn nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "profil" 300 von 900 Mitarbeitern am Produktionsstandort in Wien-Favoriten beim Arbeitsmarktservice (AMS) zur Kündigung anmelden. Allerdings sollen weniger als 100 Mitarbeiter tatsächlich ihre Arbeitsplätze verlieren, heißt es bei Ankerbrot.
Klaus Ostendorf, der Ankerbrot nach dem Ausgleich per Anfang Juli übernehmen wird, soll ein weitgehend schuldenfreies Unternehmen erhalten. Die Gläubigerbanken übernehmen daher die große Fabriksliegenschaft in Wien-Favoriten (geschätzter Wert: 24 Millionen Euro), die bis 2006 veräußert werden soll. Bis dahin soll die Produktion dem Vernehmen nach aus Favoriten abgesiedelt werden.
Ostendorf, der vorerst zehn Millionen Euro aus seinem Privatvermögen in Ankerbrot investieren will, wird sich dem Vernehmen nach von rund 20 der insgesamt 200 Filialen trennen. Auf diese vornehmlich in Westösterreich befindlichen Geschäfte haben bereits zwei regionale Interessenten ein Auge geworfen. Am Fabriksgelände selbst wird es zu einer erheblich Straffung des Sortiments kommen. "Über 500 Produkte sind eindeutig zu viel", soll Ostendorf bei einem Rundgang festgestellt haben. Das ambitionierte Ziel des norddeutschen Backprofis: In zwei Jahren soll Ankerbrot wieder Gewinne schreiben. (apa)
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