Arbeitgeber erwarten "stagnierenden Jobmarkt"
- Drastische Rückgänge in der Gastronomie vermutet
- Unterschiedliche Erwartungen in den Bundesländern
Österreichs Arbeitgeber sehen die künftige Entwicklung des Jobmarktes mit gemischten Gefühlen. Laut einer Umfrage des Personaldienstleisters Manpower rechnen ebenso viele Unternehmen mit Personal-Neuaufnahmen wie mit Reduktionen - also einem "stagnierenden Arbeitsmarkt". Je nach Branche seien die Erwartungen jedoch "deutlich unterschiedlich".
Im Bereich Energieversorgung wird mit plus neun Prozent laut Manpower der höchste Beschäftigungsanstieg erwartet. "Sehr optimistisch" sehe die künftige Arbeitsmarktentwicklung auch in den Sektoren Sachgütererzeugung, Land- und Forstwirtschaft sowie das Kredit- und Versicherungswesen aus. Drastische Rückgänge soll es hingegen in der Gastronomie mit minus elf Prozent und bei der öffentlichen Hand geben.
Teils größere Unterschiede bezüglich den Erwartung der künftigen Arbeitsmarkt-Entwicklung gibt es auch je nach Bundesland, wie die Studie ergab: So gehen Unternehmer in Oberösterreich von "signifikanten Personalzugängen" aus. In Salzburg wird mit einem leichten Wachstum von 2 Prozent gerechnet. In allen anderen Bundesländern gibt man sich "pessimistisch".
In den meisten europäischen Ländern werden Netto-Zuwächse prognostiziert - vor allem in Spanien und Großbritannien mit je plus 13 Prozent. "Pessimistisch" sind die Unternehmer lediglich in Deutschland (minus 10 Prozent) und Belgien (minus 2 Prozent). Noch positiver seien die Nordamerikaner. Spitzenreiter ist Kanada. Dort glaubt man an einen Zuwachs von 30 Prozent. (apa)
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