Montag, 16. Juni 2003

AUA-Passagierzahlen im Mai um 13,1 % eingebrochen

  • Rückgang um fast 5 Prozent in den ersten fünf Monaten

Die weltweite Konjunkturflaute, die Auswirkungen der Lungenseuche Sars und die Konkurrenz durch Billigflieger haben im Mai die Passagierzahlen der österreichischen Luftfahrtgruppe Austrian Airlines (AUA) einbrechen lassen. Wie die AUA am Montag mitteilte, wurden im vergangenen Monat mit insgesamt 671.439 Fluggästen um 13,1 Prozent deutlich weniger Passagiere befördert als im Mai 2002.

Im Linienverkehr blieb die Beförderungsleistung der AUA Group im Mai mit 574.000 Fluggästen um 9,4 Prozent hinter dem Vorjahreswert zurück. Im Chartersegment wurden rund 97.000 Passagiere befördert. Dieses relativ starke Minus von 29,9 Prozent begründet die AUA unter anderem mit einer "strukturellen Verlagerung zum Linienverkehr". Im Linienverkehr selbst hätten sich die Auswirkungen von Sars vor allem auf der Langstrecke bemerkbar gemacht.

In den ersten fünf Monaten dieses Jahres verzeichnete die AUA Group einen Passagierrückgang um 4,7 Prozent auf 3,06 Millionen. Bis Mai hat die Airline-Gruppe aus AUA, Lauda Air und Tyrolean Airways in Summe 57.333 Flüge angeboten, um 3,3 Prozent weniger als von Jänner bis Mai 2002. Im Linienverkehr verzeichnete die AUA ein Passagierminus von 6,5 Prozent auf 2,646 Millionen Flugreisende. Im wesentlich kleineren Charter-Segment gab es bis Mai noch Zugewinne um 8,6 Prozent auf 414.000 Passagiere.

An der Wiener Börse büßte die AUA-Aktie im Frühhandel in einem leicht schwächeren Marktumfeld 0,8 Prozent auf 7,79 Euro ein. Seit Jahresbeginn hat der Titel ausgehend von tiefem Niveau knapp 13 Prozent zugelegt. (apa)

16.6.2003 09:58