Wieder Diskussionen um Klagenfurter EM-Stadion
- Bürgermeister: Ausbau nur wenn es die Stadt nichts kostet
- Ursprüngliches Projekt "Wörthersee-Arena" als zweite Lösung
Um das neue, für die EM-Endrunde 2008 erforderliche Stadion in Klagenfurt ist wieder ein Politstreit entbrannt. FPÖ-Vizebürgermeister Mario Canori hat Stadtoberhaupt Harald Scheucher (V) aufgefordert, zu den im Koalitionspapier aufscheinenden Vereinbarungen zu stehen. "Ich werde jedenfalls am im Stadtsenat den Antrag stellen, dass die Optionen für die erforderlichen Grundstückeinkäufe eingelöst werden", sagte Canori.
Zankapfel ist der Aus- und Rückbau des Basisstadions. Für die Euro 2008 soll es von 15.000 auf 32.000 Besucher erweitert werden. Die Kosten dafür belaufen sich laut Canori auf 29 Mio. Euro. Aus seiner Sicht sei - ebenso wie für den Grundausbau (mit 19 Mio. Euro veranschlagt) - eine Drittelfinanzierung zwischen Stadt, Land und Bund vereinbart worden. Daher habe Scheuchers Forderung, der Bund müsse die gesamten 29 Mio. übernehmen, bei Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) "Irritation" ausgelöst.
Kommt die ursprüngliche Wörthersee-Arena?
"Ich erwarte daher, dass der Bürgermeister zu seiner Zusage und zum Stadtsenatsbeschluss vom 29. März steht", sagte der Vizebürgermeister. Für ihn "riecht" es allerdings danach, dass die ÖVP eine Absprungbasis sucht. Canori: "Für diesen Fall sollte dann das ursprüngliche Projekt der Wörthersee-Arena, die Hans-Peter Haselsteiner verwirklichen würde, aufgegriffen werden." Auf keinen Fall dürfe Klagenfurt auf die EM-Endrunde verzichten. Das wäre nicht nur eine Blamage, sondern auch ein großer wirtschaftlicher Schaden.
Der Stadt darf es nichts kosten
"Ich führe die Stadt sicher nicht in den Ruin", betonte der Bürgermeister. Daher werde es für den Ausbau auf 32.000 Sitzplätze nur dann eine Zustimmung geben, "wenn die Stadt dafür nichts zahlen muss". Scheucher kann sich weiters vorstellen, dass das Land sich auch an den Folgekosten beteiligt. (apa/red)










