Dienstag, 17. Juni 2003

Bei Real gibt es keine "Extrawürste" für Beckham

  • Die heiß geliebte Rückennummer 7 bleibt Raul vorbehalten
  • Mit Roberto Carlos muss sich der Brite um die Freistöße streiten

Im Starensemble von Real Madrid wird es für Neuzugang David Beckham keine "Extrawürste" geben. So wird sich der britische Superstar beim spanischen Fußball-Spitzenklub eine neue Rückennummer suchen müssen, denn die von ihm so heiß geliebte Nummer sieben wird laut Sportdirektor Jorge Valdano Torjäger Raul behalten.

Auch für das Schießen der Freistöße wird es für den wahrscheinlich besten Schützen der Welt keinen Freibrief geben. Denn der brasilianische Real-Teamkollege Roberto Carlos verfügt ja bekanntlich über den stärksten Schuss im Profi-Geschäft. "Ab und zu werde ich Beckham schießen lassen", gab sich Carlos aber kulant.

Das Starensemble der Madrilenen ist somit um ein "Juwel" reicher, es gibt in Spanien jedoch auch Zweifel, ob das nominell stärkste Team der Welt damit auch wirklich stärker wird. "Sportlich hilft Beckham den Madrilenen keinen Schritt weiter", befand die Zeitung "El Pais".

Real-Präsident blieb seiner Linie treu
Real-Präsident Florentino Perez blieb aber seiner Linie treu, in jedem Sommer einen absoluten Welt-Star zu holen. "Bei Luis Figo ging es ihm darum, seine Wahl zum Präsidenten zu sichern", schreibt "Marca". "Zidane bedeutete mehr spielerische Klasse, und Ronaldos Verpflichtung entsprang einer Laune und war mit Risiken verbunden. Bei Beckham geht's nur ums Geschäft."

Beckham soll in der spanischen Hauptstadt pro Saison rund sechs Millionen Euro plus Prämien kassieren, am 1. Juli stehen beim neunfachen Meistercup- bzw. Champions-League-Sieger die medizinischen Tests auf dem Programm. Übers Geld sprach Beckham zwar nicht, dafür aber streute er Real Rosen: "Ich hätte es irgendwann einmal bereut, wenn ich nicht zu einem so großen Klub wie Real Madrid gegangen wäre." (apa, red)

17.6.2003 22:27