Donnerstag, 19. Juni 2003

Jetzt droht Ecclestone auch dem GP von Silverstone

  • Briten hätten laut dem Formel 1-Zampano nichts gemacht
  • Verlust des britischen GP würde Österreichs Chancen erhöhen

Jetzt droht Formel-1-Boss Bernie Ecclestone auch Silverstone unverhohlen mit dem Entzug des Grand Prix. Der Brite bezichtigte die Verantwortlichen angesichts der laufenden Umbau- Arbeiten der Verschwendung und äußerte seine Enttäuschung über den Fortgang der Modernisierung.

Ecclestone stellte sogar die Notwendigkeit eines britischen Formel-1-Rennens öffentlich in Frage. "Warum brauchen wir das? Ich hoffe nicht, dass es passiert. Aber wir müssen kein Rennen in Großbritannien haben", sagte Ecclestone am Rande des Kanada-GP in Montreal.

Ecclestone kritisiert Silverstone
"Was haben sie getan? Nichts. Sie haben einige Straßen gebaut und 14 Millionen Pfund (20,1 Millionen Euro) für einen Parkplatz und 4,5 Millionen Pfund (6,4 Millionen Euro) für Architektenhonorare ausgegeben", sagte Ecclestone über die Bauarbeiten. Silverstone und der britische Rennfahrer-Club BRDC bemühen sich seit längerem, die Zukunft des GP von Großbritannien durch umfangreiche Renovierungen zu sichern.

Ecclestone bemängelte nun, dass weder Boxen noch Boxenmauer, Pressezentrum oder VIP-Bereiche erneuert worden seien. Der BRDC- Vorsitzende Martin Brundle sowie Präsident Jackie Stewart wiesen die Ecclestone-Äußerungen als "ungerechtfertigt" zurück.

Chancen für Spielberg steigen
Ein Verlust des britischen GP würde die Chancen, dass 2004 in Österreich doch wieder ein Formel-1-GP gefahren wird, weiter verbessern. Ecclestone muss 17 GP-Rennen garantieren, allerdings ist Spa aus dem Kalender gefallen, auch Imola wackelt und ob die neuen Rennstrecken in Schanghai und Bahrain rechtzeitig für 2004 fertig sind, bleibt abzuwarten. (apa/red)

19.6.2003 15:54
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