Harter Kampf zwischen Real und Barca um Beckham
- Madrilenen starten Verhandlungen mit ManU
- Neuer Barcelona-Präsident im Rückwärtsgang

Die Erzrivalen des spanischen Fußballs, Real Madrid und der FC Barcelona, haben den Kampf um eine Verpflichtung des englischen Stars David Beckham verschärft. Die Madrilenen, die sich nach inoffiziellen Angaben bisher nur mit dem Fußballer weitgehend einig sein sollen, nahmen nun auch Verhandlungen mit Beckhams Klub Manchester United auf.
Dabei boten die "Königlichen" nach Presseberichten vom Dienstag ManU eine Ablösesumme von 25 Millionen Euro an. Außerdem wolle Real einen Spieler an die Engländer abtreten, heißt es. Der Klub denke dabei an den Kameruner Geremi, während Manchester eher an dem Spanier Guti interessiert sei.
Entscheidung in den nächsten zwei Wochen
Eine Entscheidung sei in den kommenden zwei Wochen zu erwarten, schreiben die Madrider Sportblätter. Manchester nehme am 7. Juli das Training wieder auf, und Trainer Alex Ferguson wolle Beckham im Kader nicht mehr sehen. Reals Manager Jorge Valdano erklärte: "Es ist nicht unsere Absicht, wegen eines Beckham-Transfers dem FC Barcelona den Krieg zu erklären."
Macht neuer Barca-Präsident einen Rückzieher?
"Barca", das sich bereits mit Manchester einig ist, nahm erste Kontakte zu den Managern des Fußballers auf. Allerdings trat der neue Klubpräsident Joan Laporta, der vor seiner Wahl eine Verpflichtung Beckhams in Aussicht gestellt hatte, erste "Rückzugsgefechte" an. "Ich habe nie versprochen, Beckham zu verpflichten", betonte der Klubchef. "Ich habe nur gesagt, dass ich eine Einigung mit Manchester erzielt habe." Laporta, der ManU eine Ablösesumme von 43 Millionen geboten hatte, will von Beckham bis zum Wochenende eine endgültige Antwort.
Vizepräsident Sandro Rosell bezifferte die Chancen, dass Beckham entgegen seinen bisherigen Erklärungen doch noch zu den Katalanen wechselt, auf 80 Prozent. Er räumte aber zugleich ein: "Man kann nicht jemanden gegen seinen Willen heiraten."
Der heiß Umworbene bricht inzwischen am Mittwoch zu einer PR-Tour nach Asien auf, wo er enorm populär ist. Japan, Malaysia, Vietnam und Thailand sind die Stationen der einwöchigen Reise.
(apa)
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