US-Piloten kommen mit Fehler in Afghanistan davon
- Kanadische Soldaten bombardiert - Vier Tote, acht Verletzte
Die US-Luftwaffe wird zwei Piloten, die im vergangenen Jahr in Afghanistan bei einem versehentlichen Bombenangriff vier kanadische Soldaten getötet hatten, nicht vor ein Kriegsgericht stellen. Der mit der Untersuchung der Vorkommnisse beauftragte Generalleutnant will beide lieber außergerichtlich bestraft sehen.
Bei einem Kriegsgerichtsprozess hätten den Soldaten bis zu 64 Jahre Haft gedroht.
Aufregung in Kanada
Der Fall wird in Kanada aufmerksam verfolgt, wo viele noch empört sind, dass US-Präsident George W. Bush zwei Tage brauchte, um sich für den Angriff vom 17. April 2002, bei dem auch noch acht kanadische Soldaten verwundet wurden, zu entschuldigen. Eine amerikanisch-kanadische Kommission war zu dem Ergebnis gekommen, dass die Schuld für den Angriff bei den Piloten lag. Die Bombe war abgeworfen worden, obwohl ein Fluglotse die Piloten aufgefordert hatte, nicht zu feuern.
Fliegen auf Speed
US-Kampfpiloten, das kam im Laufe der Vorverhandlungen ans Tageslicht, fliegen längere Kampfeinsätze außerdem routinemäßig unter dem Einfluss von Aufputschmitteln.
Cavalese
Eine US-Flugzeug-Besatzung, die bei einem Tiefflug in Cavalese eine Gondel mit 20 Skifahrern zum Absturz gebracht hatte, war seinerzeit ebenfalls vom US-Militär für schuldlos befunden worden. Erst auf diplomatischen Druck hin wurden die Männer, die auch Beweise vernichtet hatten, unehrenhaft entlassen. (apa, red)
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