Iran unterzeichnet Atomwaffen-Protokoll vorerst nicht
- Teheran: Zunächst verbesserte Vertrauensbasis erforderlich
Der Iran hat eine sofortige Unterzeichnung eines Zusatzprotokolls zum Atomwaffensperrvertrag ausgeschlossen, das unangekündigte Kontrollen iranischer Atomanlagen ermöglichen würde. Bei den Gesprächen zwischen der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) und der iranischen Regierung gehe es zunächst um die Herstellung eines beiderseitigen Vertrauensverhältnisses, sagte ein iranischer Außenamtssprecher kurz nach der Ankunft von IAEO-Chef Mohammed el Baradei am Mittwoch in Teheran.
"Jede Seite hört sich den Standpunkt der anderen an", betonte der Sprecher. Bisher sei noch nicht über eine Unterzeichnung des Protokolls gesprochen worden.
Baradei wollte die Regierung in Teheran dazu drängen, das Zusatzprotokoll "unverzüglich und bedingungslos" zu unterzeichnen und damit unangekündigte Kontrollen der iranischen Atomanlagen zu ermöglichen. Bisher können die Inspektoren die Anlagen nur nach Voranmeldung besichtigen.
Der Iran macht die Unterzeichnung des Zusatzprotokolls davon abhängig, ob der Westen das Land bei der Entwicklung seines Nuklearprogramms zu zivilen Zwecken unterstützt. Die USA werfen dem Iran vor, im Rahmen des zivil genutzten Programms heimlich an einer Atombombe zu arbeiten. (APA/red)
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