Sonntag, 22. Juni 2003

Österreicher für Pensions-Harmonisierung

  • Schüssel im Streit mit Haider als Sieger gewertet
  • PLUS: Die Polit-Zeugnisse - Österreichs Politiker im Ranking!

Die Österreicher sehen sich durch die Pensionsreform benachteiligt und sie drängen auf die Harmonisierung der Systeme, auch wenn es sie selber betrifft. Für die Österreicher steht aber klar fest, wessen Handschrift diese Reform trägt: Bundeskanzler Schüssel. Gleichzeitig stiegen die Umfragewerte der ÖVP wieder leicht an.

73 Prozent sagen, Schüssel habe sich durchgesetzt. Von Jörg Haider, der mehrfach Nachbesserungen verlangt hatte, sagen das nur 25 Prozent - wobei sich die Werte in der kleinen Gruppe deklarierter FPÖ-Wähler nicht vom Durchschnitt unterscheiden. Anders ist das beim Gewerkschafter Fritz Verzetnitsch: Nur jeder dritte Österreicher, aber jeder zweite SPÖ-Wähler sieht, dass der ÖGB-Chef bei der Pensionsreform Änderungen durchgesetzt hat, so die Studie des "Standard".

22 Prozent der Befragten meinten, die österreichischen Pensionisten hätten es nach der Reform im Vergleich mit Pensionisten anderer Länder eher gut. Das ist eine vor allem unter ÖVP-Wählern und Selbständigen verbreitete Meinung. 32 Prozent meinten, dass es den Pensionisten bei uns etwa gleich gut gehen wird wie im europäischen Ausland. Keine Auskunft gaben 14 Prozent der Befragten.

Quer durch alle Bevölkerungsgruppen wird die Harmonisierung befürwortet, 80 Prozent wünschen sie sich. Besonders hoch ist die Zustimmung unter ÖVP-Wählern. (APA/red)

22.6.2003 17:48