Pestizid-Rückstände in österreichischem Obst und Gemüse
- Ausländische Produkte weit geringer belastet
- AK: Die Pestizid-Kontrollen müssten verstärkt werden
Herkömmliches Obst und Gemüse enthält nach Angaben der Wiener Arbeiterkammer (AK) Konzentrationen von Pestiziden. Bei einem AK-Test waren elf der 29 konventionellen Produkte belastet, hieß es am Sonntag. Bei inländischen Produkten aus konventionellem Anbau lagen die Belastungen demnach zwischen 1,7 und 48 Prozent der jeweiligen Grenzwerte, bei ausländischer Ware bei 0,1 bis 22 Prozent.
Bioprodukte wurden nicht beanstandet - bei drei der 16 überprüften Bioprodukte fanden sich wohl Rückstände von Schädlingsgift, aber in kleinsten - noch erlaubten - Mengen. Die Arbeiterkammer verlangte mehr Kontrollen und bessere Infos.
29 Produkte (17 aus Österreich, zwölf aus dem Ausland) und 16 Bioprodukte (eines aus Österreich, 15 aus dem Ausland) untersuchten die AK-Tester auf Rückstände von Schädlingsbekämpfungsmitteln. Eingekauft wurden Radieschen, Salat, Paprika, Paradeiser, Spargel, Erdäpfel, Erdbeeren und Weintrauben in sechs Supermärkten und von vier Marktständen.
Die AK fordert: Pestizid-Kontrollen müssten verstärkt werden
Bei wiederholten Verstößen soll der Betrieb nach Meinung der AK auf seine Kosten die Nachkontrollen durchführen. Die bestehenden Grenzwerte müssten überprüft werden und "möglichenfalls gesenkt werden", betonten die Konsumentenschützer. Viele Schädlingsbekämpfungsmittel würden zudem hormonelle Wirkungen aufweisen. Daher solle Minister Herbert Haupt eine Expertenkommission einsetzen, um das zu überprüfen. Untersuchungsergebnisse seien rasch zu veröffentlichen, um die Konsumenten umfassend zu informieren. "Wiederholungssünder" sollten öffentlich gemacht werden, hieß es. (apa)
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