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Die Grünen wollen im Herbst entscheiden, ob sie bei der Bundespräsidentenwahl im kommenden Frühjahr mit einem eigenen Kandidaten ins Rennen gehen. Das sagte die stellvertretende Bundessprecherin Glawischnig am Samstag in der ORF-Radioreihe "Im Journal zu Gast". Für sie persönlich wäre es vorstellbar, die SPÖ und einen möglichen Kandidaten Heinz Fischer zu unterstützen.
Dies sei aber intern noch nicht diskutiert worden, betonte sie. Die Entscheidung bezüglich der Präsidentenwahl solle im Zusammenspiel mit der Vorgangsweise für die EU-Wahl 2004 fallen. Ob Bundessprecher Van der Bellen ein Kandidat sei, hänge von ihm selbst und dem Wollen der Partei ab. Sie geht freilich davon aus, dass Van der Bellen auch bei der nächsten Nationalratswahl Spitzenkandidat der Grünen sein werde.
Man müsse bei dieser Entscheidung auch die Kräfteverhältnisse beachten, so Glawischnig. Es sei eine echte Wahl zu erwarten, die SPÖ werde vermutlich großes Interesse haben, die Position des Staatsoberhauptes zu erringen.
Dieses Staatsoberhaupt könnte nach Ansicht Glawischnigs, die auch im Verfassungskonvent sitzt, dann mit weniger Rechten auskommen müssen als die bisherigen Amtsinhaber. "Der Bundespräsident agiert ja sehr viel schwächer als er es eigentlich könnte", sagte sie. Daher wäre es "vernünftig, das tatsächliche Handeln und die Verfassung in Einklang zu bringen". (APA/red)
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