NEWS über Klestils Erben: Fischer liegt vor Ferrero
- Schwarze in drei Lager zersplittert: Ferrero / Pröll / Klasnic
- Der heiße Countdown zur Hofburg: Die Top-Favoriten
·1. Präsidentin
Sacher-Chefin soll Klestil beerben!
·Klestils Erbe
Top-Favoriten fürs Präsidenten-Amt!
·Ihre Meinung
Bundespräsident: Ja oder Nein?
·ÖVP-Pläne
Reform für Amt des Bundespräsidenten?
Wer wird Präsident Klestils Erbe? Gewählt wird zwar erst im Frühjahr 2004, aber schon jetzt läuft der (inoffizielle) Wahlkampf. Benita Ferrero-Waldner ist politisch höchst aktiv. Immerhin ist die Außenministerin immer noch als Schüssels klare Favoritin für das höchste Amt im Staat im Gespräch. Aber sie ist nicht ohne Konkurrenz: So sucht Erwin Pröll dem Vernehmen nach Unterstützung im Roten Wien. Und einer ist sowieso ganz vorne im Rennen: SP-Front-Mann Heinz Fischer, seines Zeichens zweiter Nationalrats-Präsident. Das Zünglein an der Waage sind ausgerechnet Haiders Mannen.
Ein hoher SP-Funktionär plaudert im NEWS-Gespräch aus, dass "längst Emissäre von Erwin Pröll bei der SP-Generation 65 plus vorgesprochen haben. Mit dem Ziel, dass Michael Häupl einer gemeinsamen Präsidentschaftskandidatur von SP und VP mit Erwin Pröll an der Spitze zustimmen möge."
Dreikampf
Und auch der unvermeidliche Jörg Haider kann nicht fehlen: Er favorisierte jüngst die steirische Landeshauptfrau Waltraud Klasnic. Mächtige VP-Kreise, die vor allem bei Klasnic und bei Pröll Chancen sehen, dass diese eher als Ferrero-Waldner die FP-Wähler auf ihre Seite ziehen könnten, machen das schwarze Hofburg-Rennen jedenfalls zum Dreikampf.
Fischer-Kandidatur fast fix
Faktum ist jedenfalls, dass in der SPÖ nach dem klaren Nein von Exkanzler Franz Vranitzky und trotz einiger SP-Präsiden, die nach wie vor von Leider-nein-Außenminister Wolfgang Petritsch angetan sind, alles auf eine Präsidentschaftskandidatur des Zweiten Nationalratspräsidenten Heinz Fischer hinausläuft.
Weitere Fakten zur wohl spannendsten Wahl des Jahres 2004: Alle genannten Kandidaten fühlen sich "hoch geehrt, für dieses Amt im Gespräch zu sein", haben aber offiziell noch kein Sterbenswörtchen von einer Kandidatur vernommen.
Blaue Wähler entscheiden
Fischer liegt deutlich vor allen Konkurrenten - doch wenn sich die Schwarzen einigen, liegen sie vorne. Wer freilich im nächsten Jahr tatsächlich in der Hofburg landen wird, wird - nach der Mobilisierung der eigenen Anhänger - erst dann zu klären sein, wenn sich eine klare Tendenz bei den FP-Wählern abzeichnet. Von diesen geben im direkten Duell Heinz Fischer gegen Benita Ferrero-Waldner stolze 50 Prozent keine Antwort, wen sie wählen würden.
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