Erstmals Zwillinge in der Wiener Babyklappe
- Neugeborene waren gut versorgt und sind gesund
- Mutter hinterließ einen Brief mit Namen: Mona und Lisa
In die Wiener "Babyklappe" im Wilhelminenspital sind Mitte Juni 2003 erstmals Zwillinge - und zwar zwei Mädchen - gelegt worden, wurde aus dem Büro von Gesundheitsstadträtin Elisabeth Pittermann verlautbart. Die unbekannte Mutter hat demnach einen Beibrief mit in die Klappe gelegt. Aus diesem geht hervor, dass die Kinder Mona und Lisa heißen.
Mona und Lisa sind wohlauf: Die Zwillinge, die am Montagnachmittag nur wenige Stunden nach der Geburt in die Wiener "Babyklappe" gelegt wurden, seien "gesund und munter". Von der Mutter fehlt noch immer jedes Zeichen. Die verzweifelte Frau habe sich sehr gut um ihre Mädchen gekümmert und sie "ausgezeichnet gepflegt", fügte Lischka hinzu.
"Bei der Mutter kann man davon ausgehen, dass sie sich in einer Notsituation befunden hat", so Lischka. Die Frau legte einen Brief - ein gelbes handgeschriebenes Blatt Papier - bei. Darin beschrieb sie die Mädchen: Eines sei blond, und heiße Mona, das schwarzhaarige sei Lisa. Die genaue Geburtszeit: Montag, 7.40 Uhr bzw. 7.43 Uhr. Und zum Schluss: "Ich habe euch trotzdem lieb! Mama."
"So wie die Kinder abgenabelt waren, gehe ich davon aus, dass es eine fachmännische Geburt war", erzählte der Vorstand der Kinderklinik. Beide Nabel seien in Ordnung gewesen. Die 2.400 Gramm schwere Mona und ihre Schwester Lisa, die 2.600 Gramm wiegt, sind seinen Schätzungen zufolge zwei bis drei Wochen zu früh zur Welt gekommen. (APA/red)
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