Kriminalitätsbericht 2002: 241.281 Taten geklärt
- Österreich ist unter 49 Industrie-Nationen das sicherste Land
- Auklärungsquote nur im Burgenland, in Wien und Tirol gesunken
Im vergangenen Jahr sind in Österreich insgesamt 241.281 Straftaten geklärt worden. Das entspricht gegenüber 2001 einem Plus von 10,6 Prozent. Diese Zahlen gehen aus dem Kriminalitätsbericht 2002 hervor, der Montag Vormittag von Innenminister Strasser in Wien präsentiert wurde.
"Unter 49 Industrienationen ist Österreich 2002 zum ersten Mal zum sichersten Land der Welt erklärt worden", so der Ressortchef. Dass die Zahl der strafbaren Handlungen trotz der hohen Aufklärungsquote um 13,2 Prozent gestiegen ist, führt Strasser auf einen deutlichen Anstieg bei den so genannten Massendelikten wie Taschendiebstahl zurück.
"Wir lassen uns Österreich nicht unsicher reden", betonte der Innenminister. Die Polizeireform sei ein erster wichtiger Schritt zur verbesserten Kriminalitätsbekämpfung gewesen. Seit der Umsetzung der Reform würden die Zahlen in die "richtige Richtung" gehen. So verwies der Minister auf eine erste Bilanz 2003: Von Jänner bis Mai seien in Wien um 261 Dealer mehr verhaftet worden als im gesamten Jahr 2002. Noch mehr Effizienz erwartet sich Strasser von der Zusammenlegung von Polizei und Gendarmerie.
Im Bundesländervergleich sind die Aufklärungsquoten lediglich im Burgenland (minus 3,7 Prozent), in Wien (minus 3,5 Prozent) und in Tirol (minus 0,9 Prozent) gesunken. Strasser: "Wien als einzige Großstadt in Österreich muss anders beurteilt werden, weil der Anstieg bei Delikten wie Raub, Laden- und Taschendiebstahl ein allgemeiner Trend in Metropolen ist." (apa)
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