Montag, 16. Juni 2003

Österreicher sagten öfter Ja zu Ehe und Kindern

  • Im vergangenen Jahr insgesamt 36.570 Ehenschließungen

Mehr Babys, mehr Hochzeiten, aber auch mehr Sterbefälle - so entwickelte sich Österreichs Bevölkerung im Jahr 2002. Die endgültigen Daten über Trauungen, Geburten und Gestorbene hat die Statistik Austria am Montag veröffentlicht.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 36.570 Ehen geschlossen. Gegenüber 2001 sagten Österreicher und Österreicherinnen im Vorjahr 2.357 Mal häufiger Ja zum Bund des Lebens, das bedeutete einen Anstieg um 6,9 Prozent. Im Vorarlberg und Wien gab es die höchste Zunahme an Hochzeiten. Nur das Burgenland verzeichnete einen Rückgang. Die Zahl der Eheschließungen insgesamt war allerdings immer noch die drittniedrigste seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges.

Auch im hohen Alter waren die Österreicher noch heiratswillig: Die älteste Braut sagte mit 90 Jahren Ja zur Ehe. Der älteste Bräutigam wagte sogar 95-jährig den Schritt vor den Altar. Bei insgesamt acht Hochzeiten waren Braut und Bräutigam jeweils auf den Tag genau gleich alt. Sieben Bräute erlebten den "schönsten Tag des Lebens" bereits zum sechsten Mal. Ein Mann sagte im vergangenen Jahr bereits zum siebenten Mal: "Ja, ich will".

78.399 Babys kamen im vergangenen Jahr in ganz Österreich zur Welt, das sind um 2.941 Geburten - 3,9 Prozent - mehr gegenüber dem Vorjahr. 26.495 davon wurden unehelich geboren. Spitzenreiter in der Baby-Statistik waren die Wiener, dort erblickten 16.428 Babys das Licht der Welt. Weniger Babys verzeichneten die Ämter in Kärnten und im Burgenland.

29 Drillings-Geburten
Österreichweit gab es im vergangenen Jahr 29 Drillingsgeburten, eine Frau brachte sogar Vierlinge zur Welt. Die jüngste Mutter gebar ihr Baby mit 13 Jahren. Die jüngsten Väter waren 17 Jahre alt.

Die endgültige Zahl der Gestorbenen lag 2002 bei insgesamt 76.131, das war ein Zuwachs um 1,8 Prozent. Die Säuglingssterblichkeit war mit 4,1 Promille niedriger als im Jahr davor (4,8 Promille). (apa)

16.6.2003 11:47