China stöhnt unter Handy-Überkapazitäten
- 20 Millionen Handys liegen auf Lager
Hiobsbotschaft für die Handybranche: In China sollen laut Motorola-Chef Mike Zafirovski rund 20 Millionen Mobiltelefone auf Lager liegen. Das entspreche einem Drittel des chinesischen Jahresbedarfs und mache bereits fünf Prozent des weltweiten Jahresabsatzes aus. Auf einer Telefonkonferenz begründete Zafirovski den nicht fallen wollenden Lagerbestand mit der Kaufzurückhaltung der Verbraucher, ausgelöst durch die Lungenkrankheit Sars.
Analysten weisen jedoch darauf hin, dass die Lagerbestände in China bereits seit Ende 2002 angestiegen seien. Der Grund für die hohen Lagerbestände sei daher nicht nur die Lungenkrankheit, sondern dass immer mehr chinesische Produzenten in den Mobiltelefonmarkt eingestiegen seien. Es gebe inzwischen 37 lizensierte Handy-Hersteller im Reich der Mitte. (apa/red)
