Kostenfalle Handytelefonate im Urlaub
- Die besten Tipps für's Telefonieren aus dem Ausland
- Aufpassen beim Abrufen der Mobilbox
Handytelefonate können im Urlaub zur Kostenfalle werden, warnen Österreichs Konsumentenschützerin. Passivgebühren, Roaming-Aufschläge und Gastroamingpreise können die Telefonrechnung in die Höhe treiben. Die günstigsten Handy-Tarife von A1-Mobilkom, T-Mobile, One, Tele.Ring für Italien, Türkei, Griechenland, Spanien und Kroatien wurden nun auf der Website www.konsumentenschutz.at gesammelt.
Handynutzer sollten sich rechtzeitig über die Netzbetreiber vor Ort, die anfallenden Gesprächskosten und die Roamingaufschläge des eigenen Anbieters informieren. Wer den Funkkontakt nach Hause sucht, sollte bereits zu Hause das günstigste Netz des Urlaubslandes manuell einprogrammieren. In der Bedienungsanleitung steht, wie es geht. Gewöhnlich bucht sich nämlich das stärkste Netz am Standort ein, das nicht immer das billigste sein muss.
Auch beim Anruf aus Österreich wird mitgezahlt
Bei einem Handyruf vom Ausland nach Hause wird der Tarif des ausländischen Netzbetreibers samt Roaming-Aufschlag berechnet. Achtung: Im Ausland gelten teilweise völlig andere Haupt- und Nebenzeiten. Aber auch Handynutzer zahlen, wenn sie aus Österreich im Urlaubsort angerufen werden. Verrechnet werden Gebühren für die Weiterleitung des Gespräches von Österreich in den Urlaubsort (Passivgebühr). Der Anrufer aus Österreich zahlt immer nur den österreichischen Tarif für Gespräche ins Mobilnetz. Der Anrufer muss ja nicht wissen, dass das Handy gerade im Ausland ist. A1-Mobilkom, T-Mobile, One und Tele.Ring verrechnen im Privatkundentarif in den untersuchten Urlaubsländern Passivgebühren von 0,3634 bis 1,25 Euro. Am teuersten sind diese Gebühren meist bei Wertkartenhandys.
Passivgebühren beachten
Wer im Ausland mit seinem Handy eine Festnetznummer im selben Land anruft, zahlt den Gastroamingpreis des ausländischen Netzbetreibers für Inlandsgespräche. Bei Gesprächen zwischen zwei in Österreich angemeldeten Handys im Ausland zahlt der Anrufer den Auslandstarif des ausländischen Netzbetreibers. Der Angerufene zahlt die Passivgebühren seines Betreibers für ankommende Gespräche.
Vorsicht beim Abhören der Mobilbox!
Wer am Strand seine Mobilboxnachrichten abhören will, zahlt meist genau so viel wie bei einer Gesprächsverbindung nach Österreich. Ist das Handy so programmiert, dass der Anruf auf die Mobilbox geht, wenn z.B. nicht abgehoben wird oder ein zweiter Anruf hereinkommt, fallen gleich doppelte Kosten an (fallweise Rufumleitung): Anrufe müssen erst ins Reiseland gesendet werden, um festzustellen, ob der Anruf angenommen wird. Wird der Anruf zur Mobilbox umgeleitet, so fällt beim Angerufenen die Passivgebühr und zusätzlich der Gastroamingtarif für die Rückleitung des fehlgeschlagenen Anrufes zur Mobilbox in Österreich an.
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