VP mit Änderung der NÖ Grünen-Page nicht zufrieden
- Ende "dieser miesen Vernaderungsmethoden" gefordert
VP-NÖ-Landesgeschäftsführer LAbg. Gerhard Karner zeigte sich mit der Umbenennung der Mailbox auf der Homepage der NÖ Grünen keineswegs zufrieden. Er forderte, mit diesen "miesen Vernaderungsmethoden" Schluss zu machen: "Das ist keine Änderung, das ist jetzt ein Bespitzelungsangriff auf alle Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher."
Nachdem zunächst zur Spionage gegen den Landeshauptmann aufgerufen worden sei, sollen sich jetzt offensichtlich alle Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher "gegenseitig bespitzeln und untereinander aufgehetzt werden", ist Karner über die Uneinsichtigkeit von Madeleine Petrovic, Klubobfrau der Grünen im NÖ Landtag, entsetzt.
"Spitzelbox im stillen Kämmerlein"
"Jemand, der die Sorgen, Anliegen und Probleme der Menschen ernst nimmt, muss mit den Leuten reden, zuhören und auf sie eingehen und sie nicht untereinander aufhetzen", so Karner weiter. Für die VP-Niederösterreich sei klar: Wer bei den Leuten und im Land unterwegs ist, "braucht keine Spitzelbox im stillen Kämmerlein".
Der Parteimanager verlangte erneut von Petrovic, sich von derartigen "an kommunistische Regime erinnernden" Methoden zu distanzieren und diese "Spitzelbox" endgültig abzudrehen. Karner betonte, dass es klare demokratische und parlamentarische Möglichkeiten der Kontrolle wie jene der Anfrage gebe: "Wir brauchen den Stil der Verleumdung und Vernaderung in Niederösterreich nicht."
Verwechslung der Kompetenzen
"Nur noch Kopfschütteln" lösten diese Aussagen bei Thomas Huber, dem Landesgeschäftsführer der NÖ Grünen, aus: "Wir werden uns um die Anliegen der BürgerInnen kümmern." VP-Parteimanager Gerhard Karner scheine die Aufgabe einer Oppositionspartei als Kontrollorgan mit Majestätsbeleidigung zu verwechseln. (apa/red)
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