Insiderverdacht bei Steirerobst-Übernahme
- Vor Agrana-Einstieg ungewöhnlich hohe Umsätze in Aktien
Die Wertpapieraufsicht wird die Vorgänge um die Übernahme der Börse notierten Steirerobst AG durch die gleichfalls an der Wiener Börse notierende Agrana Beteiligungs-AG einer Prüfung unterziehen. Es stehe der Verdacht im Raum, dass es im Vorfeld des Einstieges zu Insidergeschäften gekommen sein könnte, berichtet "profil" laut einer Vorausmeldung der aktuellen Ausgabe.
Am 3. Juni hatte Agrana bekannt gegeben, den Aktienanteil über den Zukauf von Anteilen einer Zwischenholding auf 33 Prozent aufgestockt zu haben und präsentierte zugleich die Details für das zwingend vorgeschriebene Übernahmeangebot an die Kleinaktionäre. In den Wochen davor habe bei der sonst kaum beachteten Steirerobst-Aktie aber bereits rege Handelstätigkeit eingesetzt. Im Mai haben laut "profil" 8.000 Stück den Besitzer gewechselt. Das entspreche dem Fünffachen der normalen Steirerobst-Umsätze.
Offenbar Insider am Werk
Offenbar habe ein Insider von der geplanten Transaktion Wind bekommen und versucht, den Kurs der Aktie durch Zukäufe nach oben zu treiben. "Mit Erfolg", wie "profil" anmerkt: Nachdem das Papier über Monate bei knapp 24 Euro notiert hatte, sei der Kurs im Mai auf fast 30 Euro hochgeschossen. Agrana werde nun, gemäß dem österreichischen Übernahmeangebot, den Kleinaktionären voraussichtlich ein höheres Angebot als die offerierte 24 Euro pro Aktie unterbreiten müssen. (apa)
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