Freitag, 13. Juni 2003

Vorsicht im Urlaub: "Kostenfalle Handy"

  • AK-Tipp: Handynetz manuell programmieren, SMS verschicken

Handygespräche im Ausland können durch Passivgebühren, Roaming-Aufschläge und Gastroaming-Preise zur Kostenfalle werden, warnt die Arbeitkammer (AK). Am besten bereits vor Urlaubsantritt das günstigste Netz des Ziellandes manuell einstellen, empfiehlt die Arbeiterkammer. Weitere Tipps der AK: SMS verschicken anstatt zu telefonieren und die Mobilbox abschalten.

Kosten fallen nicht nur für getätigte Anrufe an, sondern auch, wenn der Urlauber im Reiseland angerufen wird, die sogenannte "Passivgebühr". Mobilkom, T-Mobile, One und tele.ring verrechnen laut AK im Privatkundentarif in den beliebtesten europäischen Urlaubsländern Passivgebühren von 36 Cent bis 1,25 Euro. Am teuersten seien diese Gebühren meist bei Wertkartenhandys.

Wer im Ausland mit seinem Mobiltelefon eine Festnetznummer des Landes anruft, zahlt den Gastroaming-Preis des ausländischen Netzbetreibers. Bei Gesprächen zwischen zwei in Österreich angemeldeten Handys (wenn sich beide Teilnehmer im Ausland befinden) zahlt der Anrufer den Auslandstarif des ausländischen Netzbetreibers. Für den Angerufenen fallen die Passivgebühren seines Betreibers an.

Werden im Ausland die Mobilbox-Nachrichten abgehört, fallen nach AK-Angaben meist genau so hohe Kosten wie bei einer Gesprächsverbindung nach Österreich an. Ist das Handy so programmiert, dass der Anruf auf die Mobilbox weitergeleitet wird, fallen gleich doppelte Gebühren an: Anrufe müssen erst ins Reiseland gesendet werden, um festzustellen, ob der Anruf angenommen wird. Wird der Anruf zur Mobilbox umgeleitet, so fällt beim Angerufenen die Passivgebühr und zusätzlich der Gastroaming-Tarif für die Rückleitung des fehlgeschlagenen Anrufes zur Mobilbox in Österreich an. (APA)

13.6.2003 13:19