Mittwoch, 11. Juni 2003

Haushalts-Geldvermögen stieg 2002 um 4,5 Prozent

  • Kreditnachfrage im Vorjahresvergleich konstant

Die privaten heimischen Haushalte haben im Jahr 2002 ihr Geldvermögen um 4,5 Prozent erhöht. Das gestiegene Vermögen beruhe "vor allem auf Einlagen, Schuldverschreibungen und Versicherungssparprodukte" sowie dem "Wiederanstieg des Bargeldbestands", teilte die Österreichische Nationalbank am Mittwoch mit.

So führte die Euro-Bargeldeinführung zu einer Auflösung der Schilling-Bargeldbestände in Höhe von drei Mrd. Euro. Diesem "temporären Rückgang" stand 2002 wieder ein Anstieg von rund 3,6 Mrd. Euro gegenüber.

Das gesamte Geldvermögen der privaten Haushalte erreichte laut OeNB zum Stichtag 31. Dezember 2002 einen Wert von 290 Mrd. Euro (281 Mrd. Euro), was mehr als dem Zweifachen des verfügbaren Einkommens dieses Sektors entspricht. Die Verschuldung der privaten Haushalte stieg 2002 von 85,3 Mrd. auf knapp unter 90 Mrd. Euro, woraus sich ein Nettogeldvermögen von rund 200 Mrd. Euro errechnet.

Kreditnachfrage blieb konstant
Die Kreditnachfrage der privaten Haushalte blieb im Vorjahresvergleich konstant. Die Neuverschuldung erreichte ein Volumen von 4,3 Mrd. Mrd. Euro. Konsum- als auch Wohnbaukredite sorgten für den größten Teil dieses Anstiegs. Wie schon in den Vorjahren beobachtet, verschuldeten sich private Haushalte auch im Jahr 2002 maßgeblich durch Fremdwährungskredite in der Höhe von insgesamt 2,7 Mrd. Euro.

Eine wichtige Form der Veranlagung war im Vorjahr wie schon im Jahr 2001 die Privatvorsorge. Die Zuwächse in Form von Lebensversicherungen und Pensionskasseneinzahlungen betrugen demnach insgesamt 3,7 Mrd. Euro, davon drei Viertel auf Einzahlungen in Lebensversicherungen.

11.6.2003 13:02