Mittwoch, 11. Juni 2003

OPEC berät über Ölpreise und Fördermengen

  • "Allgemeine Tendenz zu unveränderter Produktion"

Die Erdölminister der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) beraten am Mittwoch in Katar über Ölpreise und Fördermengen. Die OPEC befürchtet, dass wegen der Überproduktion und den wieder anlaufenden Erdölexporten des Gründungsmitglieds Irak die Preise in den kommenden Wochen verfallen könnten.

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) will offenbar ihre aktuelle Förderung von 25,4 Mio. Barrel (je 159 Liter) am Tag beibehalten. "Es gibt eine allgemeine Tendenz, die OPEC-Produktion unverändert zu lassen", zitierte die OPEC-Nachrichtenagentur am Mittwoch den Generalsekretär Alvaro Silva Calderon am Rande der OPEC-Sonderkonferenz dieser Organisation in Doha/Katar.

Auch einflussreiche OPEC-Mitglieder wie Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate und Iran hatten sich unmittelbar vor dem Treffen für die Beibehaltung der heutigen Produktion ausgesprochen. Noch sei unklar, wie viel Öl das OPEC-Gründungsmitglied Irak nach dem Krieg wieder auf dem Weltmarkt anbieten werden, lautete die Begründung. Der Irak war seit Anfang der Neunziger-Jahre vom OPEC-Quotensystem ausgeklammert worden.

Nachdem die OPEC-Länder einen Richtpreis zwischen 22 und 28 Dollar anstreben, dürften sie mit einem Barrelpreis von zuletzt über 27,50 Dollar (23,5 Euro) zufrieden sein. Beobachter erwarteten, dass die OPEC-Konferenz noch einmal an alle Kartellmitglieder appellieren wird, die ihnen zugeteilten Quoten auch einzuhalten. Die Überproduktion der OPEC wird auf 1,5 Mio. Barrel am Tag geschätzt. (apa)

11.6.2003 11:00