Markanter Zuschauer-Rückgang in Fußball-Bundesliga
- Im Schnitt 1.000 Fans weniger pro Match
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Der österreichische Bundesliga-Kick lockt nur mehr die hartgesottensten Fans hinter dem Ofen hervor. Das Spieljahr 2002/03 hat im Vergleich zur Vorsaison einen markanten Zuschauer-Rückgang gebracht. Während im vergangenen Jahr noch insgesamt 916.582 Fans in die Stadien gepilgert waren, kamen diesmal nur 722.513 Fußball-Interessierte, was einen Schnitt von 4.014 Fans pro Spiel ergibt (2001/02: 5.092). Unterdessen wurde bereits die Saison 2003/04 ausgelost: Im Kasten rechts finden Sie alle Spiele!
Zu dem satten Minus hat unter anderem der Wegfall des FC Tirol, der massive Zuschauerrückgang bei Sturm Graz sowie der relativ geringe Besucherschnitt des überlegenen Meisters Austria Wien beigetragen. "Wir sind mit diesen Zahlen natürlich nicht zufrieden", meinte Bundesliga-Pressesprecher Christian Kircher.
"Man darf aber nicht vergessen, dass mit Tirol der Meister weggefallen ist", gab Kircher zu bedenken. Noch im Vorjahr waren die Innsbrucker mit einem Schnitt von 11.668 Fans pro Match Publikumsmagnet Nummer eins in Österreich. Damals saßen auch bei den Heimspielen von Sturm im Schnitt noch 8.714 Personen in der Schwarzenegger-Arena, in dieser Saison reduzierte sich der Mittelwert der Grazer auf 5.942. Die sportliche Steigerung der Austria fand in den Zuschauerzahlen keinen signifikanten Niederschlag. Im Vorjahr verfolgten im Schnitt 4.930 Zuschauer die Partien des damaligen Tabellen-Vierten, in der Meistersaison stieg der Mittelwert nur relativ leicht auf 5.283 an. Deutlich zugelegt hat neben Aufsteiger Pasching (plus 69,9 Prozent) vor allem SV Salzburg (plus 40,7).
Trotz der tristen Gesamt-Statistik blickt die Bundesliga laut Kircher "positiv nach vorne. Wir hoffen dabei vor allem auf eine Steigerung von Rapid und Sturm und natürlich auf Mattersburg." Die Niederösterreicher stellten mit beeindruckenden 176.366 Besuchern (Schnitt 9.788/plus 48,2 Prozent) in der abgelaufenen Erstliga-Saison diesbezüglich alle Bundesligisten in den Schatten.
(apa/red)
