Mosley fordert mehr Solidarität in Formel 1
- Fonds für finanzschwache Teams geplant
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Max Mosley, der Präsident des Internationalen Automobilverbandes (FIA), hat einen Hilfsfonds und billigere Motoren für die finanzschwachen Privatteams in der Formel 1 gefordert. "Jedes Werksteam muss in einen Fonds einzahlen. Das Geld soll dazu verwendet werden, die Motoren für die kleinen Teams zu finanzieren", sagte Mosley in einem Interview der "Stuttgarter Zeitung".
Der Brite befürchtet, dass ohne Unterstützung der Hersteller die kleinen Rennställe verschwinden. Sauber, Jordan und Minardi sind die letzten werksunabhängigen Teams bei insgesamt zehn Vertretern. "Wenn es nächstes Jahr weniger als 20 Autos gibt, müssen die Großen dann eben drei Autos einsetzen", sagte Mosley. Das koste die Hersteller doppelt so viel wie derzeit. Die zehn Teamchefs hatten sich bereits am 15. Jänner für einen Hilfsfonds ausgesprochen.
Außerdem drohte der FIA-Präsident mit dem Verbot der Traktionskontrolle, falls die Automobilwerke für 2004 nicht billigere Triebwerke anbieten sollten. Die Motoren müssten "deutlich weniger als zehn Millionen Dollar" kosten. Derzeit müssen die Privatteams dafür zwischen 20 und 25 Millionen pro Saison bezahlen.
Mosley befürchtet, dass für Minardi Hilfe sogar schon zu spät kommen könnte. Paul Stoddart, der Teamchef des finanziell schwer angeschlagenen Rennstalls, hatte in Montreal vor dem Großen Preis von Kanada seine Zusage für das technische Reglement für dieses und kommendes Jahr wieder zurückgezogen, weil ihm noch keine Gelder aus dem Hilfsfonds zugegangen seien.
Der Australier sprach sich nachhaltig für weiterhin zehn Rennställe aus und klagte große Konkurrenten an, kein Interesse am Überleben der Kleinen zu haben. Ron Dennis von McLaren-Mercedes unterstützte die Forderung nach Beibehaltung des aktuellen Starterfelds. Er und weitere Teamchefs wandten sich aber vehement gegen eine öffentliche Debatte dieses Problems.
(apa)
