Zehn Tote bei Anti-Terror-Einsatz in Mekka
- Fünf Polizisten und fünf Verdächtige bei Schusswechsel getötet
Bei einem Anti-Terror-Einsatz der saudiarabischen Sicherheitskräfte in Mekka sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Fünf Polizisten und fünf wegen Terrorverdachts gesuchte Männer seien bei dem von Schusswechseln begleiteten Einsatz in der Nacht zum Sonntag gestorben, berichteten Medien. Sieben Verdächtige seien bei der Razzia in der heiligsten Stadt des Islam festgenommen worden.
Die in London ansässige oppositionelle Bewegung für eine Islamische Reform in Arabien (MIRA) erklärte unter Berufung auf "verschiedene Quellen", bei den Zusammenstößen seien acht Sicherheitsbeamte und drei Zivilisten getötet worden.
Der Tageszeitung "Okas" zufolge, flüchteten die mutmaßlichen Terroristen, als die Polizei sie in ihrem Wagen anhalten wollte. Bei der anschließenden Verfolgungsjagd hätten die Verdächtigen aus ihrem Auto mit automatischen Waffen auf die Sicherheitskräfte geschossen. Die Männer hätten schließlich in einer Wohnung im Stadtviertel Chaldija Zuflucht gesucht, die von den Polizisten umstellt und gestürmt wurde. In der Wohnung seien große Mengen an Waffen und Sprengstoff gefunden worden; einer der Festgenommenen habe einen Sprengstoffgürtel getragen.
Am Samstag hatte der saudiarabische Innenminister Prinz Najef die Festnahme von fünf Männern bekannt gegeben, die an den Selbstmordanschlägen auf von Ausländern bewohnte Anlagen in Riad am 12. Mai beteiligt gewesen sein sollen. Im Zusammenhang mit der Anschlagsserie wurden damit bislang 30 Verdächtige gefasst. Damals waren 35 Menschen getötet worden, unter ihnen neun US- Staatsangehörige und mindestens zwölf Attentäter. (apa)
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