USA setzen Suche nach Saddam-Anhängern fort
- Zweiter Tag der "Operation Wüstenskorpion"
·"Most wanted"
Wer gefasst ist und wer gesucht wird!
·Saddam-Brief!
Ultimatum bis 17.6: 'Verlasst den Irak!'
Schwer bewaffnete US-amerikanische Truppen haben am Montag in zwei Ortschaften westlich von Bagdad ihre Suche nach irakischen Widerstandskämpfern fortgesetzt. Es war der zweite Tag der so genannten "Operation Wüstenskorpion" nach vermehrten Angriffen auf die US-Besatzungstruppen in den vergangenen Tagen.
Unterstützt von Hubschraubern drangen etwa 100 Angehörige der Militärpolizei und der Infanterie in die Ortschaft Khaldiyah, rund 70 Kilometer westlich der Hauptstadt Bagdad, ein. Nach Hinweisen auf mutmaßliche Aufständische durchsuchten sie Häuser und nahmen neun Männer fest.
Die Gesuchten seien jedoch nicht darunter gewesen, berichteten US- Militärs. Die Militärpolizei fand in den Häusern mehrere hundert Schuss Munition, Sprengstoff und Uniformen der Republikanischen Garde, der ehemaligen Eliteeinheit der Streitkräfte von Präsident Saddam Hussein.
In Ramadi, etwa 30 Kilometer weiter westlich, nahmen die Truppen in einem Haus vier Brüder und bei einer Nachbarfamilie zwei Brüder fest. Die Bewohner schliefen noch, als der amerikanische Konvoi gegen 05.15 Uhr in die Ortschaft rollte. Über Lautsprecher wurden die Menschen aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben und die Türen zu öffnen. In zwei Häusern wurden zunächst allen Bewohnern Handschellen angelegt, bevor die Soldaten mit der Durchsuchung begannen. Waffen wurden nicht gefunden. Ein Bruder von zwei Festgenommenen sagte, die beiden hätten in den irakischen Streitkräften gedient. Ein anderer Bewohner drohte, der Widerstand werde angesichts der Aktionen der US- Truppen weiter wachsen. "So mit Zivilisten umzugehen, ist Terrorismus", sagte der 30-jährige Abdul Kader Fahd. (APA/red)
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