Große Heuschreckenplage im Westen der USA
- "Mormonen-Grille" frisst bis zu 20 kg Grünzeug
Geradezu biblische Ausmaße haben die riesigen Schwärme gefräßiger Heuschrecken, die im Westen der USA, besonders in den Bundesstaaten Nevada, Utah und Idaho, auf dem Vormarsch sind. Landwirtschaftsexperten warnen vor einer der schwersten Plage seit Jahrzehnten.
Nach einem milden, trockenen Winter, den die Eier der Heuschrecken im Boden gut überleben konnten, schlüpfen die Insekten in Scharen aus. "In zwei Wochen, wenn sie zu fressen beginnen, werden sie alles Grüne zerstören", zitiert die Zeitung "The Idaho Statesman" einen Katastrophen-Koordinator im Staat Idaho.
Schlimmste Heuschrecken-Plage seit dem WK II.
Im Südwesten des Bundesstaates rechnen die Landwirte mit dem schlimmsten Heuschreckenfraß seit dem Zweiten Weltkrieg. Einige Regionen wurden bereits zum Katastrophengebiet erklärt. Schilder entlang von Highway 55 warnen vor den Insektenschwärmen, die beim Überfahren eine schleuderglatte Straße hinterlassen. In Utah rechnen die Behörden mit einer Verseuchung von rund 2,5 Millionen Hektar Land, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr.
"Mormonen-Grille" frisst bis zu 20 kg Grünzeug
Die "Mormonen-Grille" frisst fast alles, was ihr in den Weg kommt, von Gras, Getreide, Baumrinde bis zu toten Artgenossen. Eine einzige Heuschrecke vertilgt in wenigen Monaten bis zu 20 Kilo Grünzeug und kann während einer Sommersaison eine Strecke von bis zu 80 Kilometer zurücklegen.
Der Einsatz von Insektenvernichtungsmitteln hilft an einigen Stellen, doch gegen die Masse der Tiere sei nicht mehr anzukommen, klagen die Einsatzteams. Mike Cooper von der Landwirtschaftsbehörde in Idaho spricht von einem zyklischen Befall. "Sie vermehren sich über einige Jahre und erreichen einen Höchststand, bevor natürliche Faktoren, wie Krankheiten, ihre Zahl wieder verringert." (apa)
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