Dienstag, 10. Juni 2003

In Liberia verstecken sich Ausländer vor Rebellen

  • Bereits über 500 außer Landes gebracht

Eine Gruppe von westlichen Ausländern hält sich weiterhin im von den Rebellen kontrollierten Nordwesten der liberischen Hauptstadt Monrovia versteckt. Die letzte Woche von Rebellen Verschleppten versuchten, auf von der Regierung kontrolliertes Gebiet zu gelangen. Die französische Armee hatte am Montag rund 500 Ausländer aus der liberianischen Hauptstadt Monrovia ausgeflogen.

Zwei Schweizer, darunter Honorarkonsul Jürg Landolt, sowie vier weitere westliche Ausländer versuchen, ins Stadtzentrum zu gelangen. Dort wollten sie unter Schutz der Regierungstruppen in der EU-Vertretung Zuflucht suchen, teilte die Ehefrau Landolts am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur sda mit. Die Gruppe sei mittlerweile in einem neuen Versteck untergekommen und auf bis zu 17 Mitglieder angewachsen.

Die zwei Leiter einer Brauerei in Monrovia und vier weitere Ausländer waren Ende letzter Woche von LURD-Rebellen verschleppt und später wieder freigelassen worden. Ursprüngliche Berichte, wonach sich unter den Entführten auch eine Österreicherin befand, wurden später vom Außenministerium in Wien dementiert. (apa, red)

10.6.2003 13:38