Erin Brockovich verklagt US-Ölkonzerne
- Klage im Namen von 21 krebskranken Schülern eingereicht
Die US-Umweltaktivistin Erin Brockovich, die durch den gleichnamigen Hollywood-Film mit Julia Roberts bekannt geworden ist, hat am Montag Klage gegen eine Reihe großer Ölkonzerne eingereicht. Im Namen von 21 an Krebs erkrankten Schülern einer renommierten Highschool in Beverly Hills werfen Brockovich und ihr Anwaltskollege Ed Masry den Ölgiganten vor, mehrere Ölquellen auf dem Schulgelände betrieben zu haben, ohne für ausreichenden Schutz gegen die giftigen Dämpfe gesorgt zu haben.
Drei der Schüler sind inzwischen gestorben. Die Beklagten hätten in gröbster Weise ihre fundamentale Aufgabe verletzt, die Angehörigen der Beverly Hills High School sowie die Nachbargemeinden vor dem ständigen Kontakt mit den giftigen Substanzen zu bewahren, hieß es in der Klageschrift. Luftproben auf dem Gelände hätten abnorm hohe Giftrückstände aufgewiesen.
Betroffen sind die Konzerne Chevron Texaco, Venoco, Sempra Energy, Wainoco Oil and Gas sowie Standard Oil of California, die auf dem Gelände der Schule Ölquellen besitzen.
Brockovich und Masry hatten 1996 erfolgreich gegen den Stromkonzern Pacific Gas and Electric geklagt, dessen Abfälle die Wasserversorgung einer Gemeinde bei Los Angeles verseuchten. Der Konzern musste daraufhin 333 Millionen Dollar Entschädigung an die Bewohner bezahlen. Der damalige Kampf gegen den zunächst übermächtigen Konzern lieferte das Drehbuch für den Film "Erin Brockovich" mit Julia Roberts in der Titelrolle.
(APA/Red.)
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