Israel beginnt mit Räumung von Siedler-"Vorposten"
- Bewohner werden aufgefordert freiwillig abzuziehen
·Terroranschlag
Sieben Tote bei Grenzposten in Erez
·Palästinenser
Regierung über Hamas verärgert
·Dreier-Gipfel
Israel bereit zur Siedler-Räumung!
Die israelische Armee hat am Montag mit der Räumung von Siedlungsposten im besetzten Westjordanland begonnen. Gemäß der Entscheidung der Regierung würden illegale Siedlungen aufgelöst, sagte ein Vertreter des Militärs. Welche Posten und wie viele geräumt würden, sagte er nicht. US-Präsident Bush sieht den Nahost-Friedensprozess indes weiter optmistisch.
Mit Traktoren entfernte das israelisch Militär Wohnwagen von dem so genannten Vorposten Neve Erez, den Siedler in der Nähe der Stadt Ramallah ohne Genehmigung durch die Regierung errichtet hatten. Die Armee hatte nach israelischen Medienberichten eine Liste mit 15 "Außenposten" jüdischer Siedler vorgelegt, die nach dem internationalen Friedens-Fahrplan zuerst abgebaut werden sollen.
Nur eine der Siedlungen auf der Liste ist zurzeit noch bewohnt. Die Siedler kündigten massiven Widerstand gegen die Räumung an. "Für jeden geräumten Vorposten werden wir zehn neue errichten", drohte ihr Sprecher Joshua Mor-Jossef.
Der Nahost-Friedensplan fordert die Beendigung des Siedlungsbaus durch Israel bereits in der ersten Phase der Umsetzung des Plans. Außerdem muss die Regierung zumindest einen Teil der von wenigen hundert Siedlern bevölkerten Kleinsiedlungen abbauen.
Sowohl die israelische als auch palästinensische Seite stünden hinter dem so genannten Nahost-Fahrplan, der die schrittweise Gründung eines Palästinenserstaates bis zum Jahr 2005 vorsieht, betonte am Montag US-Präsident Bush. Er zeigte sich trotz des jüngsten anti-israelischen Anschlags weiter optimistisch, dass der Friedensprozess vorankommen werde. (apa)
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