Sonntag, 15. Juni 2003

Schwere Unwetter in Teilen Österreichs

  • 10.000 Blitze seit gestern registriert
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In Teilen Österreichs sind in der Nacht auf Sonntag schwere Unwetter niedergegangen. In Tirol und der Steiermark kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen durch entwurzelte Bäume. Mehr als 10.000 Blitze wurden seit gestern registriert. In Bayern starb ein Mann, nachdem er von einem solchen getroffen worden war.

Die Inntalautobahn A 12 musste am Samstagabend zwischen 20.30 Uhr und 23.20 Uhr im Bereich Kufstein teilweise gesperrt werden. Nach Angaben der Tiroler Sicherheitsdirektion war die Richtungsfahrbahn nach Innsbruck wegen umgefallenen Bäumen nicht passierbar. In einigen Landesteilen der Steiermark war der Verkehr aus demselben Grund vorübergehend behindert.

Wie die Sicherheitsdirektion Steiermark mitteilte, wurden durch die schwere Unwetter im Bezirk Judenburg und Knittelfeld etliche Bäume entwurzelt. Mehrere Bundes-, Landes- und Gemeindestraßen waren vorübergehend unpassierbar. Im Bezirk Judenburg entstand an einigen Pkw Sachschaden. Die Freiwilligen Feuerwehren waren im Dauereinsatz.

Explosion nach Blitzeinschlag
Die starken Unwetter führten in der Steiermark in der Nacht auf Sonntag nicht nur zu Überschwemmungen und entwurzelten Bäumen, es kam auch zu einem gefährlichen Zwischenfall in einer oststeirischen Fabrik. Durch Blitzschlag explodierte ein Säuretank, wodurch giftige Dämpfe entstanden. Die Arbeiter konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen, verletzt wurde niemand.

Erntehelfer in Bayern getötet
In Bayern wurde ein 29-jähriger Erntehelfer am Samstag in Aiterhofen durch einen Blitz getötet. Nach Polizeiangaben arbeitete eine Gruppe von Erntehelfern auf einem Feld, als plötzlich ein Gewitter aufzog. Alle Helfer mit Ausnahme des 29-Jährigen flüchteten in ein am Feldrand stehendes Fahrzeug, um dort das Unwetter abzuwarten. Der 29-Jährige wurde vom Blitz getroffen und getötet. (APA/red)

15.6.2003 07:50