Freitag, 13. Juni 2003

Verzetnitsch grundsätzlich für Runden Tisch

  • Schüssel strikt gegen Volksabstimmung (siehe rechts)
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ÖGB-Präsident Verzetnitsch ist grundsätzlich bereit, an weiteren Runden Tischen zur Harmonisierung der Pensionssysteme teilzunehmen - allerdings hätte ihn noch niemand dazu offiziell eingeladen. Auf den Vorschlag von Bundeskanzler Schüssel reagierte Verzetnitsch vorsichtig zurückhaltend. "Wenn die Grundvoraussetzung dafür ist, dass wir für Verschlechterungen zur Verfügung stehen sollen, werden wir keine Fassadenkosmetik abgeben", so Verzetnitsch am Freitag im ORF-Morgenjournal.

Schüssel hatte zuvor angekündigt, dass es schon nächste Woche mit den Sozialpartnern wieder einen Runden Tisch geben solle. Dabei gehe es darum, über den Sommer ein Prozedere zu erarbeiten, um bis Jahresende dem Parlament die entsprechenden Entwürfe vorlegen zu können. Wann die Beschlussfassung erfolge, hänge vom Parlament ab, es solle aber "so schnell wie möglich" sein.

Verzetnitsch meinte, für Alibidiskussionen stehe er nicht zur Verfügung. Bedingungen für die Harmonisierung seien ein leistungsorientiertes Pensionskonto für alle Berufsgruppen sowie Übergangsbestimmungen. Der Vertrauensschutz sei zu wahren und Perspektiven für die Jugend notwendig.

Enttäuscht zeigte sich der ÖGB-Präsident über die Zustimmung des Vorsitzenden der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, Neugebauer, zur Pensionsreform. "Er muss mit sich selbst ins Reine kommen, welcher Aufgabe er sich mehr verpflichtet fühlt, seiner politischen Aufgabe als Mandatar, oder den Beschlüssen, die als ÖGB-Vizepräsident mitgefasst hat". (APA)

13.6.2003 08:46