ORF-Gebühren werden um 8,2 Prozent erhöht
- Anhebung gilt ab 2004; kein Stopfen von Finanzlöchern

Fernsehen und Radio werden teurer! Der ORF-Stiftungsrat hat am Donnerstag die geplante Erhöhung der ORF-Rundfunkgebühren um 8,2 Prozent abgesegnet. Damit werden die ORF-Zuschauer ab 2004 für ihren Radio- und TV-Anschluss einen Euro mehr pro Monat zahlen müssen.
Dem Votum ging eine intensive Debatte voraus, in der die Verwendung der Mittel - über 30 Millionen Euro können durch die Entgelt-Erhöhung zusätzlich lukriert werden - eine Rolle spielte. Schon im Finanzausschuss vergangene Woche war es den Stiftungsräten ein Anliegen gewesen, dass das Gebührenplus nicht zum Stopfen von allfälligen Finanzlöchern verwendet, sondern für qualitative Projekte eingesetzt wird.
In der Sitzung habe die Geschäftsführung dann auch ein Papier vorgelegt, wonach ein Großteil des Geldes in einer Art "Intendanten- Reserve" für Projekte landen soll, berichtete ein Mitglied des Stiftungsrats. Als mögliche zusätzliche Betätigungsfelder gelten im ORF etwa die unverschlüsselte Ausstrahlung von ORF 2 via Satellit außerhalb Österreichs sowie eine weiter gehende Regionalisierung oder Programmzulieferung für Volksgruppenradios.
Die Programmentgelte wurden zuletzt 1998 angehoben. Kritiker, etwa in der Opposition, monieren dagegen, dass zuerst die gesetzlichen Möglichkeiten für zusätzliche Einkünfte ausgelotet werden müssten, da der ORF durch das ORF-Gesetz von 2001 Einbußen erlitten habe. (APA/red)
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