Mittwoch, 11. Juni 2003

Flüchtiger Sträfling missbrauchte Welserin

  • Bei Außenarbeitseinsatz geflohen
  • Am Bahnhof Grieskirchen von Ermittlern festgenommen

Ein 28-jähriger Strafgefangener, der am Dienstag nach einem so genannten Außenarbeitseinsatz in Wels geflüchtet ist und eine 21-jährige Frau entführt und vergewaltigt haben soll, konnte am Mittwoch-Vormittag in Grieskirchen festgenommen werden. Die Fahnder hatten den Mann zuvor auf seinem Handy angerufen und versucht, ihn zur Aufgabe zu überreden.

"Ich bin beim Bahnhof Grieskirchen. Bin komplett fertig, ich stelle mich". Mit diesen Worten hatte sich der 28-Jährige am Vormittag gemeldet, als ihn die Ermittler auf seinem Handy anriefen, so Oberst Werner Buchegger von der Kriminalabteilung des Landes-Gendarmeriekommandos Oberösterreich gegenüber der APA. Die Alarmfahndung nach dem wegen Vergewaltigung und Körperverletzung verurteilten Mann blieb dennoch aufrecht, da man dem "Wahrheitsgehalt" seiner Aussage wenig Vertrauen schenkte, so die Ermittler. Gegen 10.30 Uhr konnte der Strafgefangene in der Nähe des Bahnhofes Grieskirchen festgenommen werden.

Der Mann, der im Gefangenenhaus Wels einsitzt, war am Dienstag nach einem "Außenarbeitseinsatz" geflüchtet. Anschließend soll der Strafgefangene eine 21-jährige Frau aus Wels genötigt haben, mit ihm Richtung München zu fahren, so die Ermittler. Dort habe er sich mehrmals an seinem Opfer vergangen. In der Nacht fuhr er nach Österreich zurück, wo der Frau in den Morgenstunden die Flucht gelang. Die 21-Jährige wurde in das Krankenhaus nach Grieskirchen gebracht, wo sie am Vormittag befragt wurde. (apa)

11.6.2003 11:43