Sechs Todesopfer im Pfingstverkehr in Österreich
- Fünf davon waren mit dem Motorrad unterwegs
- Überhöhte Geschwindigkeit und Alkohol als Hauptursachen
Die - relativ - gute Nachricht: Auf Österreichs Straßen gab es am Pfingstwochenende mit sechs Toten um drei Opfer weniger als vergangenes Jahr und damit eine im Ganzen positive Bilanz. Die schlechte Nachricht: Der Weg in den Tod war "einspurig". Fünf der sechs Todesopfer waren mit dem Motorrad unterwegs gewesen. Dies gab das Innenministerium am Dienstag bekannt.
Insgesamt handelte es sich um die zweitbeste Bilanz seit 1967. Im Jahr 1996 hatte es zu Pfingsten auf Österreichs Straßen fünf Opfer gegeben. Insgesamt wurden in der vergangenen Woche (2. bis 9. Juni) 20 Tote auf dem "Schlachtfeld Straße" registriert. Im vergangenen Jahr waren es 24 gewesen.
Im Jahr 2001 sind am Pfingstwochenende ebenfalls sechs Verkehrsteilnehmer ums Leben gekommen, im Jahr 2000 waren es 14. 1996 wurde mit fünf Toten im Straßenverkehr das günstigste Ergebnis seit Einführung der Statistik im Innenministerium (1967) verzeichnet. Zum Vergleich zu den aktuellen Zahlen mussten in den bisher schlimmsten Jahren 45 Tote (1979) und 44 Tote (1984) allein am Pfingstwochenende beklagt werden.
Bei den tödlichen Verkehrsunfällen des Pfingstwochenendes 2003 verloren fünf Motorradfahrer (davon vier Lenker) und ein Pkw-Lenker ihr Leben.
Überhöhte Geschwindigkeit und Alkohol
Nach Tagen aufgeschlüsselt ergibt sich folgendes Bild: Pfingstfreitag (zwei Tote), Pfingstsamstag (zwei Tote), Pfingstsonntag (0), Pfingstmontag (zwei Opfer). Als vermutliche Hauptunfallsursachen dieser fünf tödlichen Verkehrsunfälle musste überhöhte Geschwindigkeit in vier Fällen festgestellt werden. Alkohol war in zwei Fällen mit im traurigen Spiel. Der tödlich verletzte Pkw
-Lenker war nicht angegurtet gewesen. Zwei jugendliche Verursacher waren Probeführerscheinbesitzer.
Von 1. Jänner bis zum 9. Juni dieses Jahres gab es damit auf dem österreichischen Straßennetz vorläufig 333 Verkehrstote. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten nach endgültigen Zahlen 348 Menschen tödlich. (apa)
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