Montag, 9. Juni 2003

Schwere Unwetter in Tirol und Oberösterreich

  • Tiroler Straße (B171) wegen Murenabgang gesperrt
  • Vermurungen auch in Oberösterreich und Salzburg

Unwetter haben in der Nacht auf Montag in Tirol neuerlich Schäden angerichtet. Die Schwerpunkte lagen im Unter- und im Oberland. Verletzt wurde niemand. Im Raum Schwaz wurden nach starken Regenfällen zahlreiche Keller, Geschäftslokale, Tiefgaragen und Straßen sowie Unterführungen überschwemmt. Die Höhe des entstandenen Schadens konnte vorerst nicht beziffert werden.

Die Freiwilligen Feuerwehren waren mit allen zur Verfügung stehenden Einsatzkräften und Gerätschaften bis 1.00 Uhr mit den Aufräumungsarbeiten beschäftigt. In den Gemeindegebieten von Jochberg und Aurach bei Kitzbühel traten der Vorderreitbach und der Nockbach aus den Ufern, wodurch Keller mehrerer Häuser überflutet wurden.

Im Außerfern wurde die Alte Bundesstraße im Gemeindegebiet von Höfen, südöstlich des Ortsteiles Oberhornberg, im Bereich "Tölla" durch einen Murenabgang des so genannten Murenbaches verlegt. Durch ein plötzlich auftretendes Schlagwetter wurde die Gemeindestraße auf einer Länge von 60 Metern durch angeschwemmte Geröllmassen bedeckt.

B171 nur einspurig befahrbar
Betroffen war auch der Raum Imst, wo einige Keller ausgepumpt werden mussten. Gegen 21.10 Uhr kam es auf der Tiroler Bundesstraße im Bereich der Auffahrt Karrösten/Gasthaus Augustiner-Stube zu einem Hangrutsch. Die B171 war dadurch zeitweilig nur einspurig befahrbar. Auch die Hahntennjoch-Straße wurde zwischen Imst und der Passhöhe an mehreren Stellen durch kleinere Murenabgänge teilweise verlegt. Die Tunnelwarte räumten die Straße soweit frei, dass sie an den betreffenden Stellen zumindest einspurig befahrbar war.

Schäden in OÖ und Salzburg
In Oberösterreich haben heftige Gewitter in der Nacht im Mühlviertel, im Raum Steyr und in Grieskirchen ebenfalls Vermurungen ausgelöst, Keller überflutet und sogar ein ganzes Feld weggespült.

Auch in Salzburg sorgten heftige Gewitter mit sintflutartigen Regenfällen und Hagelstürmen in Wagrain und Kleinarl in der Nacht auf den Pfingstmontag für ein Bild der Verwüstung: Überlaufende Bäche rissen Brücken weg, zahlreiche Vermurungen machten Straßen unpassierbar. Einige Häuser wurden von der Außenwelt abgeschnitten teilte die Gendarmerie mit. Die Höhe des Schadens ist noch nicht bekannt.

Hagelsturm in Kärnten
Ein Hagelsturm ist am Montagnachmittag über Klagenfurt hinweggefegt. Zahlreiche Unterführungen waren überflutet, im Norden der Kärntner Landeshauptstadt standen auch die Straßen bis zu 30 Zentimeter tief unter Wasser. Die Feuerwehr stand im Großeinsatz.

Besonders stark betroffen war der nördliche Teil der Landeshauptstadt, wo die Wiesen aussahen, als hätte es frisch geschneit, so dick lagen teilweise die Hagelkörner. In diesem Stadtteil wurden nicht nur Unterführungen überschwemmt, sondern auch ebene Straßenstücke.(apa, red)

9.6.2003 09:51