Urlaubstrend 2003: Italien und Griechenland sind top!
- Auch Kroatien ist bei Österreichern beliebt!
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Das Reisefieber erreicht in diesen Tagen seinen Höhepunkt. Nur noch wenige Wochen, dann zieht es wieder rund vier Millionen Österreicher in den wohlverdienten Urlaub. Und eines steht schon fest: Bei der Wahl der Traumdestination sind unsere Landsleute wahre Traditionalisten. Wie in den letzten Jahren steht Italien wieder hoch im Kurs...
Boom am Stiefel
Rund 18 Prozent der Strandläufer - um satte vier Prozent mehr als im Vorjahr - zieht es heuer an die italienischen Küsten. Der Stiefel ist damit wieder der absolute Hot Spot am Mittelmeer. Der Grund: Die meisten Urlauber setzen im Sommer 2003 auf ein sicheres Reiseziel, das sie mit dem Auto schnell und bequem erreichen können. Zellmann: "45 Prozent der Reisenden wollen mit dem privaten Untersatz in die Sonne fahren, nur 35 Prozent steigen in einen Flieger. Der Rest setzt auf die Bahn." Doch nicht nur die Nähe der adriatischen Küste macht sie zur Traumdestination für österreichische Touristen. Der Euro als gemeinsame Währung erspart lästiges Geldwechseln und macht die Preise transparenter.
Traumurlaub in der Ägäis
Traumurlaub in der Ägäis. Vom Euro-Bonus profitiert freilich auch Griechenland. Das alte Hellas - seit jeher in den Herzen der Österreicher ein Sonnenparadies - ist heuer beliebt wie nie. 13 Prozent der Urlauber setzen in diesem Sommer auf Moussaka, Ouzo und Sirtaki. Im Vorjahr waren es noch um drei Prozent weniger. Vor allem traditionelle Türkei-Urlauber treibt die nach wie vor gespannte Lage am Golf zum westlichen Nachbarn. "Griechenland ist ein sicheres EU-Land, das man in zwei Flugstunden bequem erreicht", nennt TUI-Chef Josef Peterleithner die Vorteile. Kein Wunder, dass der Reiseveranstalter 17 Vier- und Fünf-Sterne-Resorts der größten griechischen Hotelkette "Grecotel" neu ins Programm aufgenommen hat. Und die liegen zumeist auf jenen Inseln, denen die Österreicher traditionell die Treue halten: Kreta, Rhodos, Mykonos oder Kos.
Aufsteiger Kroatien. Vom neuen Reiseboom mit dem eigenen Auto profitiert in erster Linie Kroatien. Die 1.800 Kilometer lange Küste mit ihren über 1.000 Inseln wird im Sommer 2003 von 243.000 Österreichern regelrecht gestürmt. Nach den mageren Jahren, die auf den Krieg folgten, wird heuer das Rekordergebnis aus dem Vorjahr sogar leicht übertroffen. Die Hotels in Kroatien haben sich für den Ansturm jedenfalls gerüstet. Die Anzahl der Zimmer in der Vier-Sterne-Kategorie hat durch Renovation und Investments von ausländischen Unternehmen schon annähernd das Vorkriegsniveau erreicht.
Aufsteiger Kroatien
Die Hot Spots Kroatiens liegen neben Istrien vor allem auf den Inseln der Kvarner Bucht - etwa Cres oder Losinj. Bei Selbstfahrern ebenfalls beliebt: die so genannte "Piratenküste" um Zadar und die vorgelagerten Inseln, etwa das einstige Piratenrefugium Pasman.
Türkei-Hit all inclusive
Überraschend gut dürfte auch die Türkei die Krise am Golf überstanden haben. Freizeitforscher Zellmann geht davon aus, dass heuer - wie im Vorjahr - wieder sechs Prozent der urlaubswilligen Österreicher rund um Antalya und Bodrum in der Sonne liegen: "Die Verunsicherung durch den Irak-Krieg ist stark zurückgegangen. Jetzt locken tolle Angebote." Und die liefert nicht zuletzt der Türkei-Experte Gulet Touristik. "Wir haben eine breit gefächerte Angebotspalette geschnürt, die seht gut angenommen wird", freut sich Gulet-Marketingchef Uwe Schmidt. Schon im März hatten rund 50.000 Sonnenanbeter ihren Türkei-Urlaub in einem der 180 Gulet-Badehotels in den Regionen Antalya, Kemer, Belek, Bodrum und Izmir gebucht. Mehr als die Hälfte dieser Resorts bieten ein All-inclusive-Paket an, mit dem vor allem Familien günstig fahren.
Aufsteiger Frankreich
Doch nicht alle heimischen Urlauber scheinen sparen zu wollen. Erstmals schafft es in diesem Jahr nämlich ein Urlaubsland ins Mittelmeer-Ranking, bei dem von Schnäppchenpreisen wohl kaum die Rede sein kann: Frankreich. Immerhin 81.000 Österreicher verschlägt es in diesem Sommer in die Grande Nation - knapp die Hälfte davon an die noblen Strände der Côte d'Azur.
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