Donnerstag, 5. Juni 2003

Photo-Messaging als MMS-Hoffnung

  • Handy-User wollen vor allem verbesserte Grundfunktionen

Photo-Messaging ist der weltweit vielversprechendste Hoffnungsträger der Mobilfunkbranche. Zwei Drittel der Handy-Nutzer sind laut der aktuellen Mobinet-Studie der Unternehmensberatung A.T.Kearney dazu bereit, für Photo-Messaging zu bezahlen. Dank massiven Werbekampagnen ist die Möglichkeit der Versendung von Fotonachrichten bereits 83 Prozent der Handy-Besitzer bekannt.

"Die SMS-Erfahrung schafft einen ergiebigen Markt für MMS und die Signale, dass die User die komplexeren Möglichkeiten schätzen, nehmen zu", erläuterte A.T.Kearney-Vizepräsident L. C. Mitchell den möglichen Siegeszug für MMS. Der Hauptwunsch der Handy-User (mehr als 60 Prozent) sei aber eine Verbesserung der Grundfunktionen wie Tonqualität und Akku-Ausdauer.

Spezifische Kundenbedürfnisse
"Die Herausforderung für Mobilfunkbetreiber wird eine Strukturierung des Serviceangebots und eine Preisgestaltung sein, die den spezifischen Bedürfnissen einzelner Kundengruppen entsprechen", so Mitchell. Bei den MMS-Services sei derzeit bei Photo-Messaging der potenziell stärkste Umsatz zu erwarten. Weltweit seien 14 Prozent der Handy-Besitzer bereit, mehr als zwei Dollar für eine Fotonachricht zu bezahlen. Bei den unter 19-Jährigen sind demnach 42 Prozent willens, mehr als einen Dollar pro Nachricht zu zahlen. In Japan, wo MMS-Services bereits im vergangenen Jahr erstmals verfügbar waren, versenden 21 Prozent zumindest eine Fotonachricht im Monat (weltweit der höchste Anteil).

5.600 Personen befragt
Die Mobinet-Studie wird von A.T.Kearney gemeinsam mit der Business School Cambridge durchgeführt. Im Rahmen der erstmals im Juli 2000 durchgeführten Studie wurden 5.600 Interviews mit Handy-Besitzern aus 15 Ländern geführt (Australien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Hongkong, Italien, Japan, Kanada, Spanien, Südkorea, Schweden, Singapur, USA). (pte/red)

5.6.2003 13:04