Mobilcom sucht neuen Großinvestor
- Grenz erwartet Ausstieg von France Telecom und Schmid
Mobilfunkdienstleister Mobilcom will sich nach Worten von Vorstandschef Thorsten Grenz um mindestens einen neuen Großaktionär bemühen. "Wir suchen eigentlich einen oder mehrere neue Großaktionäre", sagte Grenz. "Das muss in Angriff genommen werden", fügte er hinzu. Aufgabe des Unternehmens werde es zunächst sein, die Kleinaktionäre davon zu überzeugen, dass der Übergang geordnet und marktschonend verlaufen werde.
Mobilcom erwartet, dass sich die beiden Großaktionäre France Telecom und Mobilcom-Gründer Gerhard Schmid nach ihrem milliardenschweren Vergleich zur Beendigung des UMTS-Engagements in absehbarer Zeit von ihrer Beteiligung trennen werden. Um die Anteile dann möglichst kursschonend an neue Eigner zu geben, dürfte Mobilcom nach Einschätzung von Branchenbeobachtern dafür eine Investmentbank einschalten. Beim Verkauf größerer Stückzahlen über die Börse droht sonst ein Kurseinbruch.
Trennung wird erwartet
Der französische Telefonkonzern France Telecom ist mit 28,5 Prozent an Mobilcom beteiligt. Hauptaktionär Schmid hält zusammen mit seiner Ehefrau 42,4 Prozent an der Büdelsdorfer Mobilfunkfirma. Somit liegen insgesamt 70 Prozent der Mobilcomanteile bei Anteilseignern, die sich über kurz oder lang davon trennen dürften.
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