Freitag, 6. Juni 2003

Apple riskiert mit Musik-Ambitionen Beatles-Klage

  • Altes Versprechen von Steve Jobs als möglicher Stolperstein

Das Online-Musikservice iTunes Music Store des Computerherstellers Apple ist fulminant gestartet. Wie Fox News berichtet, könnte die Apple-Expansion ins Musikgeschäft allerdings zu einer Klage der Beatles führen. Steve Jobs, Gründer des Computerherstellers und bekennender Fan des Liverpooler Quartetts, benannte seine Firma nämlich nach dem Beatles-Label Apple Records und musste dafür im Gegenzug versprechen, nie im Musikgeschäft tätig zu werden.

Das war im Jahr 1981. Über 20 Jahre später könnte dieses Versprechen dem Computerkonzern viel Geld kosten, denn kaum eine andere Band ist derart "notorisch" auf ihre Urheberrechte bedacht. Bereits Mitte der 80er-Jahre klagten die Beatles Apple Computers, weil der Konzern damit begonnen hatte, Musik-Software zu entwickeln. Damals musste das IT-Unternehmen 26 Mio. Dollar zahlen und erneut versprechen, das Musikgeschäft zu meiden. Zuletzt sei diese Vereinbarung 1991 erneuert worden, so Friedman in seiner Kolumne. Fox News will aus informierten Kreisen wissen, dass die Beatles bzw. Neil Aspinall, Chef von Apple Corps, der Mutter von Apple Records, bereits für einen neuen Rechtsstreit rüsten.

Apple Records
Apple Records ist über die Holding Apple Corps im Besitz der Beatles. Das Musiklabel hat Beatle-Songs von 1968 bis Mitte der 70er-Jahre veröffentlicht. Mit der Veröffentlichung der Beatles-Anthology wurde das Label wiederbelebt. Das kleine Unternehmen macht nach wie vor gute Geschäfte. In letzter Zeit wurden vor allem Beatles-DVDs veröffentlicht. Die Geschäftspraktiken des Labels seien wenig transparent, so Fox News. (pte/red)

Weitere Informationen:

  • Apple-Website

    6.6.2003 09:33