Donnerstag, 5. Juni 2003

Deutschland: Fiskus ermittelt in Sachen Online-Handel

  • Eigens für Finanzer entworfene Software stöbert Sünder auf
  • Täuschungen und Identitätsklau nehmen zu

Der florierende Online-Handel und der atemberaubende Erfolg von elektronischen Auktionshäusern wie eBay rufen in Deutschland den Fiskus auf den Plan, wie die deutsche Wochenzeitung Die Zeit berichtet. Laut dem Bericht ist die neueste Waffe der Fahnder eine eigens für die deutschen Finanzer entwickelte Suchmaschine, die seit Anfang Juni das Netz nach Steuersündern durchforstet.

Im Visier haben die Beamten allerdings nicht Privatleute, die auf Schnäppchenjagd sind, sondern Gewerbetreibende, die beispielsweise keine Umsatzsteuer zahlen.

Der Spürhund: Xpider
Seit kurzem patroulliert eine neuartige Suchmaschine namens Xpider für das deutsche Finanzministerium im Netz. Der Web-Crawler ist in der Lage, Verkaufsplattformen jedweder Art zu durchforsten, Querverbindungen zwischen An- und Verkäufern herzustellen und am Ende bspw. mit dem Handelsregister abzugleichen.

Identitätsklau
Erschwerend für die Fahnder wirkt, das dreiste Täuschungen im Internet ständig zunehmen. Fälle von Identitätsklau, bei denen unbefugte Dritte in die Rolle eines anderen schlüpfen und auf fremde Rechnung auf Einkaufstour gehen, stellen Polizei und Richter vor eine neue Herausforderung.

eBay: Globaler Marktplatz
Am globalen Marktplatz eBay treffen sich inzwischen fast 70 Millionen registrierte User aus 27 Ländern. Im vergangenen Jahr wechselten Waren und Dienste in der Höhe von fast 15 Milliarden Dollar ihren Besitzer.

5.6.2003 16:50