Britische Regierung lehnt Euro-Einführung ab
- Großer Erfolg für starke Anti-Euro-Lobby und Konservative

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Vor dem britischen Unterhaus lehnte der britische Schatzkanzler Brown am Montag einen britischen Euro-Beitritt vorerst weiter ab. Fünf Tests habe er die Gemeinschaftswährung unterzogen, erklärte er, in vier davon habe der Euro versagt. Die Briten bleiben also beim Pfund.
Brown besteht auf einer "klaren und unzweideutigen Erfüllung" der von ihm 1997 aufgestellten fünf Beitrittskriterien. Die Hauptbedingung einer größeren Konvergenz zwischen den Volkswirtschaften Großbritanniens und der Eurozone sieht er nach Analysen der insgesamt 18 Studien als "nicht erfüllt" an. Auch die wirtschaftliche Flexibilität in den meisten EU-Staaten wird von ihm noch als unzureichend bewertet.
Die Ablehnung ist ein großer Sieg für die starke Anti-Euro-Lobby in Großbritannien und natürlich für die konservative Opposition, die ein "Ja" befürchtet hatte.
Festgehalten wird in Browns Bericht unter anderem, dass Großbritannien bei der Flexibilisierung des Arbeitsmarktes viel weiter vorangekommen sei als die Euro-Zonen-Länder. Den Studien zufolge müsste das britische Pfund gegenüber dem Euro nachgeben, um einen Währungswechsel zu erleichtern.
Grundlage der Regierungsentscheidung sind fünf "Euro-Prüfsteine" von 1997. An ihnen wollte die Regierung messen, ob die Voraussetzungen Großbritanniens für einen Beitritt erfüllt sind und ein Abschied vom Pfund im Interesse der nationalen Wirtschaft ist. Die abschließende Entscheidung zur Euro-Einführung soll in einer Volksabstimmung fallen.
Der britische Premierminister Tony Blair erläuterte in mehreren Telefonaten seinen europäischen Kollegen und dem japanischen Ministerpräsidenten persönlich die vorläufige Ablehnung der Euro-Einführung. (apa, red)
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