Welthandel in größter Krise seit Anfang der 80er Jahre
- Handelsvolumen droht drittes Jahr in Folge unter 3 % zu bleiben
- Sars gibt Boomregion Asien einen Dämpfer
Der Welthandel erlebt derzeit die längste Durststrecke seit der Wirtschaftskrise Anfang der 80er Jahre. Die schlechte Verfassung der Konjunktur, die Furcht vor Terrorismus und die lebensgefährliche Lungenkrankheit Sars lassen laut Welthandelsorganisation darauf schließen, dass das weltweite Handelsvolumen heuer das dritte Jahr in Folge weniger als 3 Prozent wachsen wird.
Die Entwicklung des Welthandels verläuft jedoch regional sehr unterschiedlich, geht aus einem WTO-Bericht hervor. Während sich die USA, Asien und Osteuropa als treibende Kräfte erweisen, hinken Westeuropa und Lateinamerika nach.
Im Jahr 2000 hatte der Welthandel noch ein Rekordwachstum von 12 Prozent verzeichnet. Mit einem Minus von 1 Prozent registrierte man 2001 dann erstmals seit rund 20 Jahren einen Rückgang, mit nur zögerlichen Erholungstendenzen in den Jahren danach. Eine solche Flaute gab es zuletzt zwischen 1980 und 1983. In den 90er Jahren legte der Handel im Schnitt um 6,7 Prozent pro Jahr zu.
Die Experten der WTO erwarten, dass sich 2003 das Wachstum des Welthandelsvolumens zwischen 2 und 3 Prozent bewegen wird. Unsicherheiten lösen wirtschaftliche Faktoren aus wie auch das wankelmütige Vertrauen der Akteure in die Zukunft, die unverändert bestehende Gefahr des internationalen Terrorismus und die steigenden geopolitischen Spannungen. (apa)
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