Wirtschaftlicher Streik-Schaden begrenzt
- Unterschiedliche Einschätzungen
- Von unter 100 Mio. Euro bis hin zu 400 bis 500 Mio. Euro
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Chronik: Das war der Streik-Dienstag
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Keine Öffis, dafür Stau auf Radwegen
Die Streiks und Aktionen am Dienstag haben die heimische Volkswirtschaft offenbar weniger gekostet als zuvor befürchtet. Die Wirtschaftskammer beziffert den volkswirtschaftlichen Schaden mit weniger als 100 Mio. Euro, auf eine ähnliche Einschätzung kommt die Industriellenvereinigung, die sich am Mittwoch zunächst aber auf keine umfassende Zahl einlassen wollte.
Die bei weitem höchste Einschätzung kommt vom Linzer Volkswirtschaftsprofessor Friedrich Schneider. Die Einbußen aus den Streiks vom 3. Juni lägen "alle Folgekosten eingerechnet "zwischen 400 und 500 Mio. Euro, erklärte Schneider am Mittwoch der APA. Wifo-Chef Helmut Kramer hatte bereits am Vortag die Kosten mit lediglich 20 bis 30 Mio., jedenfalls aber weniger als 50 Mio. Euro beziffert.
Aus Wirtschaftskammer (WKÖ) und Industriellenvereinigung (IV) war am Mittwoch - gedämpft aber doch - Erleichterung über das letztlich überschaubare Ausmaß der Kampfmaßnahmen gegen die Pensionsreform zu hören. "Im Großen und Ganzen recht zivilisiert", lautete eine Einschätzung, eine andere Stimme sprach von einer "Haltung mit Augenmaß in den meisten Betrieben". Offizielle Stellungnahmen wurden zunächst keine gegeben.
Die Betriebe selbst sind freilich in sehr unterschiedlichem Ausmaß getroffen worden. Hohe Kosten fallen beispielsweise an, wenn teure Papiermaschinen nicht laufen können. So beziffert allein die Sappi-Gratkorn ihre am Dienstag entstandenen Produktionsausfälle mit 800.000 Euro.
In zahlreichen Unternehmen wird in den nächsten Tagen und Wochen - in Absprache mit dem Betriebsrat - die ausgefallene Produktion wieder ausgeglichen. (apa)
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