Dienstag, 3. Juni 2003

Heineken hat nötige Mehrheit von BBAG-Aktionären

  • Totalübernahme ist Heineken 1,9 Mrd. Euro wert

Zehn Tage, bevor das Angebot von Heineken an die Kernaktionäre der BBAG/Brau-Union-Gruppe ausläuft, haben die Niederländer die notwendige Mehrheit schon in der Tasche. Dies wurde am Dienstag bei der Hauptversammlung der Brau-Union AG in Leoben bestätigt.

Um die Kontrolle bei der BBAG-Gruppe zu erhalten, hat Heineken am 2. Mai den Kernaktionären (in der Oberholding GeBAG, in der die mehr als 600 BBAG-Kernaktionäre sitzen) ein Übernahmeangebot gemacht. Es läuft bis 13. Juni. Voraussetzung für das Zustandekommen des Deals ist die Annahme für mindestens 75 Prozent des GeBAG-Aktienkapitals. Die GeBAG vereint die Interessen der Familieneigentümer der BBAG-Brau-Union-Gruppe, allen voran Beurle, Kretz, Büche, Falkensammer und Mautner-Markhof.

Kleinaktionäre wollten bei der Hauptversammlung in Leoben wissen, ob es am nötigen GeBAG-Quorum von 75 Prozent noch scheitern könnte. Dazu Fritz Kretz, Aufsichtsratspräsident der Brau-Union: "Ich glaube nicht, dass es daran scheitern wird, es werden die notwendigen Mehrheiten zu Stande kommen". Um hinzuzufügen, "sie sind eigentlich schon zu Stande gekommen". Die letzten Schritte würden in wenigen Tagen abgeschlossen sein.


Wird das Angebot angenommen und genehmigen im Herbst die Kartellbehörden den Zusammenschluss von BBAG und Heineken, wird Heineken den BBAG-Minderheitsaktionären ein Angebot von 124 Euro je Aktie und denen der Brau-Union von 127,27 Euro je Aktie bieten.

Heineken ist die Totalübernahme der BBAG/Brau-Union-Gruppe wie berichtet 1,9 Mrd. Euro wert. Dies umfasst alle Anteile der GeBAG- Familienholding sowie die Pflichtofferte für den Streubesitz in den börsenotierten Gesellschaften BBAG und Brau-Union. In der österreichischen Gruppe geht man davon aus, dass die Holländer letztlich nicht ganz 100 Prozent erwerben werden. (apa)

3.6.2003 13:14