Montag, 2. Juni 2003

Streikwelle in Frankreich ebbt ab

  • Gewerkschaftschef spricht von "riesigen Erfolg"

Die Streikwelle in Frankreich ebbt allmählich ab. Am Mittwoch hatten Reisende zwar erneut mit Verspätungen zu kämpfen, anders als am Vortag fielen aber nur wenige Flüge komplett aus. Auch der öffentliche Nahverkehr kehrte langsam zum Normalbetrieb zurück. Am Dienstag hatten die europäischen Fluggesellschaften 80 Prozent ihrer Frankreich-Flüge streichen müssen.

Schon am Dienstag zeigten sich jedoch erste Ermüdungserscheinungen im Protest gegen die Pensionsreform der französischen Regierung. Während am 13. Mai noch mehr als eine Million Beschäftigte des öffentlichen Dienstes gegen die geplante Verlängerung der Lebensarbeitszeit auf die Straße gingen, zählte die Polizei am Dienstag nur halb so viele Demonstranten. "Die erlahmende Bewegung" titelte die Zeitung "Le Figaro" am Mittwoch.

Dagegen sprach der Gewerkschaftschef, Bernard Thibault, von einem "riesigen Erfolg." Er appellierte an die Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes, ihren Protest nicht aufzugeben. (apa/red)

2.6.2003 16:32